Kulturvielfalt unter Regenwolken

Zur Museumsnacht zogen wieder zigtausend Gäste durch Kassel

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Kassel. Es war wieder eine glänzend schöne Nacht, aber die Besucherrekorde der vergangenen Jahre mit weit mehr als 100.000 Gästen hat die Museumsnacht 2014 nicht gebrochen - das lag am feuchten Wetter.

Aktualisiert um 18.26 Uhr

Der Spaß- und Unterhaltungsfaktor dieser beliebten Institution seit 1999 war indes auch in diesem Jahr ungebrochen. Die erste Bilanz von Henner Koch vom städtischen Kulturamt lautete: "Wir gehen von 80.000 bis 95.000 Besuchen in den einzelnen Häusern aus."Das seien zwar weniger Besuche als sonst, dennoch war die Museumsnacht für Koch erneut eine „ganz tolle und erfolgreiche Sache“. Sie sei aus Kassel nicht mehr wegzudenken.

Zigtausend Menschen strömten wieder durch die großartigen Museen, Sammlungen und anderen Kultureinrichtungen. Dass es in diesem Jahr weniger waren als sonst, lag am Wetter.

Regnet das etwa? Die Besucher in der documenta-Halle, wo die Artothek ihren großen Schatz an 400 Kunstwerken präsentiert hatte, blickten erschrocken aus den Panorama-Fenstern in Richtung Aue. Gewitter grollte seit dem frühen Abend, und jetzt prasselte laut der Regen aufs Dach. Draußen spannten die Museumsnachtbesucher ihre Schirme auf.

Auch wenn der Regenguss nicht lange dauerte und anschließend bis in den frühen Morgen durch die Nacht spaziert werden konnte, nasse Wege und Wiesen verdarben vielen – vor allem im Bergpark – die Flanierlaune. Nach einem guten Start am Nachmittag, blieb am späten Abend manch ein Besucher zuhause.

Kasseler Kulturamt: „Besucher über die ganze Stadt verteilt“

Am Samstagnachmittag, kurz nach der Eröffnung im Kulturbahnhof, strömten die Besucher bereits in die Museen, sagt Henner Koch vom Kasseler Kulturamt. Doch dieser Andrang sei durch das Gewitter merklich abgeflaut. „Wir können dieses Mal nicht an die 95.000 Besuche des vergangenen Jahres anschließen.“ Genaue Zahlen werde später die Auswertung des Ticket-Verkaufs ergeben.

Auffallend war, dass sich die Gäste gleichmäßig über die Stadt verteilt haben und auch abgelegenere, kleinere und weniger bekannte Orte gut besuchten. Die Besucher, darunter auffallend viele auswärtige Gäste, seien sehr interessiert und aufgeschlossen gewesen. Aufmerksamkeit habe es „für die kleinste Sprühdose ebenso wie für die große Fontäne“ gegeben.

Viele Kinder haben sich laut Koch am Kinderforscherspiel der Stadt beteiligt. Bis zu 80 Kinder seien durch einzelne Museen gezogen, um für das Fragespiel zu recherchieren. Die Gewinner werden erst später ermittelt, so Koch.

Er selber habe die Museumsnacht zunächst im Museum für Sepulkralkultur und später bis um 2 Uhr morgens in der Caricatura ausklingen lassen.

Von Christina Hein

Impressionen von der Kasseler Museumsnacht

Impressionen von der Kasseler Museumsnacht 2014

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