Musikantenstadl in der Eissporthalle: 2000 Fans feierten trotz Kälte

Kassel. Einen Dauerwitz für seine Moderation hatte Andy Borg rasch gefunden. Sein großes Thema war die – nennen wir es mal so - frische Temperatur in der Kasseler Eissporthalle: „Wer sich heute nicht erkältet, ist entweder noch nicht 50 oder zuhause geblieben.“

Borg sagte sogar, er habe noch nie in einer so kalten Halle gespielt.  Das Publikum beantwortete die fröstelnde Bemerkung mit zustimmendem Applaus. Den Spaß ließen sich 2000 Musikantenstadl-Fans dennoch nicht nehmen: Man schunkelte, klatschte, bewies Textsicherheit beim Mitsingen der volkstümlichen Schlager, brachte den Lieblingen Blumen zur Bühne.

Musikantenstadl in der Eissporthalle: 2000 Fans feierten trotz Kälte

Professionell gemacht war die Show ohnehin – von der Technik, die das Geschehen auf zwei Leinwände projizierte, bis zur Begleitung durch die jungen Stadlmusikanten um den Schlagzeuger Wolfgang Lindner jr. Ganz zu schweigen vom MDR-Fernsehballett mit seiner speziellen Erotik.

Zum Auftakt der dreieinhalb Stunden marschierte eine Blaskapelle aus der Region ein, und zwar der von Frank Götte geleitete Musikverein Harmonie Meimbressen, bevor die Stars das Feld übernahmen. Mit dabei: das urige Alpentrio Tirol, die gefühlvolle Monika Martin, der Charmeur Patrick Lindner und der vielseitige Ex-Klostertaler Markus Wolfahrt, der es rockig konnte, aber auch mit dem Flügelhorn sphärische alpine Meditationsmusik darbot.

Stefanie Hertel, die „bildhübsche Mama“, wie Andy Borg bemerkte, brillierte unter anderem mit der stilvoll-intimen Ballade „Mein Kind“. Saftig steirisch ging es hingegen bei Herlinde Lindner zu. Virtuos jodelte sie sich durch das traditionelle Erzherzog-Johann-Lied (mit der recht harten Textzeile „Wo das Büchserl knallt, und der Gamsbock fallt“). Und Andy Borg holte mal einen Eiswichtel auf die Bühne, jene knuffige Figur, die Kindern die nötige Standfestigkeit auf dem Eis bietet. Verschmitzter hätte man den Genius Loci, den Geist des Ortes nicht würdigen können.

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