70 Menschen in der Nordstadt

Muslime gedenken NSU-Mordopfer Halit Yozgat

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Gedenken an das NSU-Mordopfer Halit Yoszgat aus Kassel.

Kassel. Gebete am Halitplatz: Etwa 70 Menschen haben sich am Samstagnachmittag an dem nach Halit Yozgat, dem Kasseler Opfer der NSU-Mordserie benannten Platz an der Holländischen Straße versammelt.

Bundesweit hat es am Samstag anlässlich des Jahrestags des staatlichen Gedenkakts für die Opfer dieser Morde Veranstaltungen gegeben. Dazu aufgerufen hatte die Türkisch Islamische Union (DITIB). Sie appellierte an die Gesellschaft angesichts dieses neonazistischen und rassistischen Terrors wachsam zu sein und im Rahmen der Gesetze zu reagieren.

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Im Gedenken an den 2006 ermordeten Kasseler Türken legten die Menschen Blumen am Halitplatz nieder und beteten. Nie wieder dürfen solche Morde geschehen, sagte der Imam der Kasseler Stadtmoschee, Hussein Ikinci. Die Versammelten beteten dafür, „dass keine Menschen mehr aufgrund von Terrorismus sterben müssen“. Im Anschluss an die Gebete sprachen die Anwesenden dem Vater des ermordeten jungen Mannes, Ismail Yozgat, ihre Anteilnahme aus. Die Gedenkveranstaltung hatte sich an das Mittagsgebet in der Stadtmoschee angeschlossen.

Vor einer Woche hatte Bundespräsident Joachim Gauck die Opferfamilien der Neonazi-Mordserie in Berlin empfangen, darunter auch Ayse und Ismail Yozgat aus Kassel.

Von Christina Hein

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Fotos: Gedenken an Halit Yozgat

Gedenken an Kasseler NSU-Mordopfer Halit Yozgat

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