Fünf Millionen Euro jährlich müssen eingespart werden

KVG muss hart auf die Kostenbremse treten

Kassel. Die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) muss ihre Kosten um fünf Millionen Euro jährlich verringern. Das wird künftig zu Einschnitten vor allem bei den Buslinien führen.

Derzeit kommt im Nahverkehrsunternehmen, das 2011 annähernd 43 Millionen Fahrgäste transportiert hat, alles auf den Prüfstand. Bei welchen Linien es Veränderungen geben wird, steht aber noch nicht fest.

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„Wir bräuchten fünf Millionen Euro mehr im Jahr, aber die Stadt hat das Geld nicht“, sagt KVG-Vorstandschef Andreas Helbig. Deshalb würden Anstrengungen unternommen, Ausgaben zu verringern.

Die KVG rechnet auch 2011 mit einem Defizit von 14,3 Millionen Euro. Das Minus wird durch den Gewinn der Stadtwerke von 14,6 Millionen Euro ausgeglichen. Würde das KVG-Defizit auf über 19 Millionen Euro steigen, müssten die fehlenden Millionen aus der Stadtkasse gezahlt werden. Doch das geht nicht, weil die hoch verschuldete Stadt Kassel unter den Finanz-Rettungsschirm des Landes Hessen schlüpfen will und hart auf die Kostenbremse treten muss. Das gilt auch für das städtische Unternehmen KVG. „Für den öffentlichen Nahverkehr gibt es nicht mehr Geld“, erklärt der KVG-Chef.

Wo und was eingespart werde, werde die KVG in den nächsten zwei Jahren erarbeiten, kündigt Helbig an.

Von Jörg Steinbach

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