Sechs Festnahmen rund um den Stern

Mutmaßlicher Dealer bietet Zivilfahndern in Kassel Drogen an

Blaulicht Polizei
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Sieben Personen wurden am Dienstag bei Kontrollen rund um den Stern in Kassel vorläufig festgenommen.

78 Personen sind am Dienstag bei Brennpunktkontrollen im Kampf gegen die Drogenkriminalität rund um den Kasseler Stern und in der Innenstadt von der Polizei überprüft worden. Sechs von ihnen wurden festgenommen, weil sie Rauschgift dabei hatten oder damit handelten.

Kassel - Nach Angaben von Polizeisprecherin Ulrike Schaake sind die Festgenommenen mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Sie müssen sich jetzt jeweils wegen illegalen Drogenbesitzes beziehungsweise Handels verantworten.

Die Polizisten seien zwischen 16 und 23.30 Uhr gezielt an verschiedenen Örtlichkeiten und Lokalen rund um den Stern und in der Innenstadt unterwegs gewesen. Nachdem Zivilpolizisten gegen 17.30 Uhr in der Unteren Königsstraße einen Drogenhandel beobachteten, konnten zwei mutmaßliche Dealer, ein in Kasseler wohnender 35-Jähriger und in Gießen wohnender 16-Jähriger, sowie der Käufer, ein 34 Jahre alten Mann aus Baunatal, festgenommen werden. Bei den drei Personen fanden sie 19 Tüten mit insgesamt acht Gramm Marihuana und stellten die Betäubungsmittel sicher. Eine Durchsuchung des 35- und 16-Jährigen förderte zudem drei Handys und einen dreistelligen Geldbetrag zutage, bei dem es sich mutmaßlich um Drogengeld handelt.

Eine halbe Stunde später wurden Zivilfahnder am Stern von einem in Schauenburg wohnenden 22-Jährigen angesprochen, der fragte, ob sie Drogen kaufen wollen. Während des Gesprächs kam ein Mann hinzu, der dem 22-Jährigen lachend mitteilte, dass er „gerade Bullen andealen würde“. Da er sich durch diese Äußerung offenbar provoziert fühlte, zückte der mutmaßliche Dealer ein Pfefferspray und besprühte den gleichaltrigen Mann aus Kassel im Beisein der Polizisten damit. Den 22-Jährigen nahmen die Beamten sofort fest und leiteten Strafverfahren gegen ihn ein.

Ebenfalls am Stern ging den Beamten ein 38-jähriger Mann aus Kassel ins Netz, der kurz zuvor drei Plomben Heroin gekauft hatte.

In der Unteren Karlsstraße seien die Polizisten am späten Nachmittag auf eine Gruppe Jugendliche aufmerksam, die sich in einem abgesperrten Baustellenbereich aufhielten. Bei der Kontrolle der 23 Personen fanden die Beamten einen abgelegten Beutel mit einer Schreckschusswaffe darin. Die Zuordnung der herrenlosen Pistole dauert noch an.

Bei einer 13-Jährigen hätten die Beamten eine erhebliche Alkoholisierung festgestellt, was ein Atemalkoholtest mit 1,7 Promille bestätigte. Das Mädchen nahmen die Beamten mit auf das Revier, wo sie von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt wurde.  (use)

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