47-jähriger mann wird verdächtigt, in mindestens sechs Wohnungen eingestiegen zu sein

Zahlreiche Taten in Kassel: Mutmaßlicher Einbrecher muss in U-Haft

Kassel. Die Polizei hat einen mutmaßlichen Serieneinbrecher gefasst, der für mehrere Einbrüche im Stadtgebiet verantwortlich sein soll. Der 47-Jährige aus Kassel muss in Untersuchungshaft.

Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch steht er im Verdacht, in den vergangenen Wochen mindestens sechs Wohnungseinbrüche in Kassel begangen zu haben. Neben den sechs Einbrüchen, die aufgrund der Beweislage dem dringend Tatverdächtigen nach Auffassung der Ermittler nachgewiesen werden könnten, so Jungnitsch, komme der Mann möglicherweise für neun weitere Einbrüche im Stadtgebiet, die überwiegend in den Nachmittagsstunden verübt wurden, in Betracht.

Nach den Ermittlungen der AG Bruch der Kasseler Kripo hatte sich der 47-Jährige bei günstiger Gelegenheit Zutritt in die Treppenhäuser der Wohnblocks verschafft, um dort gezielt nach nicht abgeschlossenen Wohnungstüren zu suchen, die er mit einem Trick öffnete. Teilweise testete er durch Klingeln vorher noch aus, ob jemand zu Hause war. Die Tatorte hinterließ der Verdächtige aufgeräumt und mit zugezogener Tür, so dass die Geschädigten sein Eindringen nicht beziehungsweise erst mit zum Teil großer Zeitverzögerung feststellten.

Nach einer kleinen Serie von drei aufeinander folgenden Einbrüchen am 10. April in Kassel geriet der 47-Jährige konkret in den Fokus der Ermittler. An den Tatorten an der Müllergasse (Wesertor) und der Christophstraße (Unterneustadt) war der Täter von Zeugen überrascht worden, konnte aber fliehen.

Bei einer richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung am Mittwoch dieser Woche wurde jetzt zwar kein Diebesgut sichergestellt, dafür konnten aber Kleidung gefunden werden, die der Verdächtige bei seinen Einbrüchen getragen hatte und die von den Zeugen beschrieben worden war.

Ein weiterer Zeuge erkannte den 47-Jährigen sofort und zweifelsfrei als Täter eines Einbruchs am 12. April in eine Wohnung an der Holländischen Straße (Nordstadt). Bei seiner Vernehmung habe der Tatverdächtige jegliche Beteiligung abgestritten und stattdessen „unglaubhafte Erklärungen“ abgegeben, sagt Jungnitsch. Diese Angaben hätten durch den Ermittlungsstand gänzlich widerlegt werden können.

Mit diesem Sachstand wurde der Kasseler am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt, der ihm die Untersuchungshaft eröffnete. (use)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.