Mutprobe: 19-Jährige blendete Polizisten mit Laser-Pointer

Kassel. Eine Mutprobe endete für ein 19-jähriges Mädchen aus Kassel in der Nacht zum Dienstag auf dem Polizeirevier Mitte. Gegen die Jugendliche wird wegen wegen versuchter schwerer Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch wird ihr vorgeworfen, Polizeibeamte des Reviers Mitte gegen 1.15 Uhr mit einem Laser-Pointer in den Diensträumen des Präsidiums in die Augen geleuchtet und geblendet zu haben.

Die 19-Jährige hatte sich dabei in einem Gebüsch in der Nähe des Nordeingangs des Kulturbahnhofs versteckt. Sie wurde kurze Zeit später auf der Joseph-Beuys-Straße noch in Tatortnähe vorläufig festgenommen. Bei der mit einem schwarzen Tuch maskierten 19-Jährigen hätten die Polizeibeamten neben dem Laser-Pointer auch eine Luftdruckpistole gefunden, die einer echten Waffe täuschend ähnlich sieht.

Waffengesetz

„Diese sogenannten Anscheinswaffen fallen unter die Bestimmungen des Waffengesetzes“, sagt Jungnitsch. Der Laser-Pointer und die mit Plastikkugeln geladene Softair-Waffe wurden sichergestellt.

Außer kurzzeitigen Sehbeeinträchtigungen blieb die Aktion für die Polizisten zum Glück folgenlos. Die Jugendliche habe gegenüber den Polizisten erklärt, bei der Tat habe es sich um eine Mutprobe gehandelt. Sie habe den Laser-Pointer gegen die Polizisten eingesetzt, um in eine Clique aufgenommen zu werden. Weitere Mitglieder dieser Clique hätten bei der Tat zugesehen, seien aber noch vor Eintreffen der Polizei geflüchtet.

Am frühen Dienstagmorgen wurde die 19-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. (use)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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