42-Jährige vergaß in Eile selbst die Polizei

Mutter drückte für Familie aufs Gas

Kassel. Jeder Polizist im Streifenwagen wird es kennen: Sobald die blau-weißen Funkwagen in Sicht kommen, fahren alle Autofahrer strikt nach Tempobegrenzung. Nicht so eine offenbar unter Familienstress stehende Mutter, die am Dienstag wegen zu schnellen Fahrens auf der Nürnberger Straße Richtung Fuldabrück angehalten wurde.

Den Polizisten war gegen 13.10 Uhr die „Familienkutsche“ mit Tempo 80 in einem 50er-Bereich aufgefallen und anschließend mit 106 Sachen in einem 70er-Abschnitt. Die 42-Jährige am Steuer wirkte nach Angaben der Polizei überrascht, als sie hinter der A49-Auffahrt herausgewunken wurde.

Sie müsse eigentlich schon seit zehn Minuten zuhause sein, wo zwei kleine Kinder warteten, berichtete sie gegenüber Polizeihauptkommissar Olaf Marzog. „Dann bat sie uns höflich, ob wir die weiteren Formalitäten nicht zuhause klären könnten.“ Die Polizisten willigten ein und kündigten der Frau an, ihrem Wagen bis nach Hause zu folgen.

Überrascht waren die Beamten, dass die 42-Jährige erneut auf die Tube drückte: In einem Bereich mit Tempo 70 war sie 30 km/h schneller unterwegs als erlaubt. Sie sei so in Gedanken gewesen, dass sie das Polizeiauto hinter ihr vergessen habe, erklärte die Mutter zerknirscht. Keinen Spielraum hatten die freundlichen Beamten bei der Strafe für die Verkehrssünderin: 80 Euro und drei Punkte in Flensburg. (rud)

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