Kasseler Band im Aufschwung

Mykket Morton im Interview: "Es gab nie etwas anderes als Musik"

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Mykket Morton.

Kassel. Mykket Morton haben den Traum, mit ihrer Musik die Welt zu erobern. Und das, ohne überhaupt einen genauen Plan zu haben. Wie sie das schaffen möchten, wollten Paula und Elina wissen - für das Projekt "medien@schule".

Paula und Elina: Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt? 

Phillip Jünemann: Ich spreche jetzt einfach mal für alle zusammen. Also Claudio und Julian kennen sich schon seit dem Kindergarten, sie waren auch die, die auf die Idee mit der Band kamen. Ich bin über einen alten Freund quasi so reingerutscht. Unser Schlagzeuger Emil ist dann durch einen Aushang an einem Musikladen dazu gekommen und so haben wir dann angefangen.

Paula und Elina: Und wie kamt ihr zur Musik? Oder zu dieser speziellen Art von Musik? 

Phillip: Ich persönlich kam zu dieser Art von Musik erst durch die Jungs, vorher habe ich andere Musik gemacht. Zur Musik selber kamen ich und Emil durch die Schule, wo ich auch angefangen habe, Bass zu lernen. Julian zum Beispiel hat von klein auf Gitarre gelernt und war auch bei einem erfolgreichen Gitarrentrio dabei. Claudio war auf einem Musikinternat, das war ein Schiff. Der ist irgendwie auf einem Schiff gefahren und hat dann dort Musik machen gelernt (lacht). 

Paula und Elina:  Weißt du was sie dazu inspiriert hat, mit der Band anzufangen? 

Phillip: Also bei denen gab's nie etwas anderes außer die Musik, da hieß es immer, wir machen mal Musik zusammen. Vorher hatten wir auch schon mal eine Band, aber da war alles ein bisschen komplizierter, vor allem weil wir alle auch noch so jung waren. Ja und irgendwann haben die dann halt angefangen ruhigere Musik zu machen. Ich weiß gar nicht warum, aber das hat sich so ergeben. 

Paula und Elina:  Was inspiriert euch so zu euren Texten? 

Ach alles mögliche, also der Song der von uns am besten ankommt ist „Go“, der ist total bescheuert. Da wollten wir einfach nur einen neuen Song schreiben, ohne uns groß Gedanken machen zu müssen. Ansonsten sind es Themen, die einen so einnehmen. Was man erlebt oder erlebt hat, dass versucht man dann irgendwie in seine Texte zu packen. 

Paula und Elina: Wer schreibt bei euch die Texte? 

Phillip: Alle. 

Paula und Elina : Zusammen? 

Philipp: Also nicht zusammen, sondern einzeln. Jeder überlegt sich etwas, bringt es mit und dann werden die Texte ausgetauscht. 

Paula und Elina: Habt ihr irgendwelche Vorbilder? Oder irgendwas, wonach ihr euch richtet? 

Phillip: Ich persönlich habe zwei Bassisten als Vorbilder, allerdings machen die nicht die Musik, die wir machen. So musikalisch, ich weiß nicht, man orientiert sich halt an dem, was da ist. Viele sagen „Milky Chance“, dass aber auch nur, weil die auch aus Kassel kommen. Also irgendeine spezielle Band ist da jetzt nicht. 

Paula und Elina:  Und wie war es für euch so euer erstes Album rauszubringen? 

Phillip: Tierisch geil! Also es war natürlich ein riesiger Aufwand für uns, es hat über ein Jahr gedauert und wir mussten viele Konzerte spielen, auf die wir echt keine Lust hatten, weil wir Geld brauchten. Wie man sich vorstellen kann, ist es ganz schön teuer so ein Album zu produzieren. Aber als es dann da war, haben wir uns mega gefreut. Wir haben es ja auch als Schallplatte, das war noch mal was besonderes.

Paula und Elina: Könnt ihr jetzt von eurer Musik leben oder müsst ihr noch nebenbei arbeiten? 

Phillip: Also zurzeit müssen wir noch arbeiten, aber natürlich hoffen wir, dass wir irgendwann von unserer Musik leben können. Und wenn wir so weiter machen, sieht das ganz gut aus. Vor allem jetzt im Sommer haben wir relativ viele Auftritte. Festivals, Gartenpartys und was auch immer. Es ist ganz schön viel los. 

Paula und Elina:  Wollt ihr auch mal eine Tournee durch Deutschland machen? Oder sogar mal eine Welttournee? 

Phillip: An sich schon, eine Welttournee wäre auf jeden Fall ganz geil. Also eine Tournee durch Deutschland machen wir ja schon, aber eine richtige Tournee, ist bei uns, weil wir ja auch noch nebenbei arbeiten müssen, etwas schwierig. Es sind dann doch eher so Tour-Blöcke, meistens an den Wochenenden. Demnächst haben wir unseren ersten Tour-Block und fahren durch Thüringen und München. 

Paula und Elina: Du sagtest ja schon, dass so eine Tour eine Menge Geld kostet.  Wie finanziert ihr das? 

Phillip: Ja, es ist wirklich ziemlich heftig. Da ist zu einem der Bus, der schließlich auch Sprit braucht. Außerdem müssen wir uns ja irgendwie verpflegen und irgendwo schlafen. Aber wir haben da so ein System entdeckt, das sich Crowdfunding nennt. Es dauert jetzt etwas zu lange das zu erklären, aber grob gesagt handelt es sich um eine Art Spendenaktion.

Paula und Elina:  Ihr seid ja dann relativ oft weg, steht euch das manchmal im Weg? 

Phillip: Das wird dieses Jahr tatsächlich eine große Herausforderung für uns werden. Drei von uns sind in Beziehungen und Claudio ist schon verheiratet, er wird nächsten Monat sogar schon Papa. Dann wird es komplizierter, denn Mutti und Baby müssen dann in unserem Bus mitkommen, aber wir bekommen das schon hin. Schließlich haben wir hart dafür gearbeitet. 

Paula und Elina : Gibt es ein Ziel, was ihr noch erreichen wollt? 

Phillip: Ja, definitiv, dass wir von unserer Musik leben können. Also gut leben, nicht nur überleben. Wir wollen nicht zwingend diesen krassen Erfolg haben, TV Stars sein und so weiter. Wir wollen einfach nur davon leben können, dazu gehört es natürlich auch das viele Leute uns kennen.

Paula und Elina : Gibt es zum Abschluss noch etwas wichtiges was man über euch wissen sollte? 

Am 05.06 kommt unser neues Musikvideo raus, zu dem letzten Song auf der CD, „Stranger“. Dieser Song war auch der Song der uns die Idee zu dem Album Design gegeben hat. Es wird eine Art Trickfilm werden und wird auf jeden Fall ganz schön.

Von Paula Passoth und Elina Käding, 10 a, Söhreschule Lohfelden

Anmerkung: 268 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und Snapchat-Stories für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

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