Auf eigenem Wunsch

Nach 18 Jahren ist Schluss: Stefan Welsch verlässt Kasseler Stadtwerke

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Stecker raus: Stefan Welsch in seiner Eigenschaft als EAM-Geschäftsführer bei einem Termin in Bad Hersfeld. Es ging um Stromlieferverträge mit der EAM, die am Bankschalter abgeschlossen werden konnten.

Kassel. Nach 18 Jahren ist Schluss: Vertriebschef Stefan Welsch verlässt die Kasseler Stadtwerke. Auf dessen eigenen Wunsch, teilt das Unternehmen mit.

Der Aufsichtsrat habe am Freitag der Bitte des bisherigen Vertriebsvorstandes entsprochen und den Vertrag mit dem leitenden Angestellten aufgelöst.

Der 52-Jährige war dem Vernehmen nach bereits kurz vor Ostern von seiner Tätigkeit bei der Städtische Werke Aktiengesellschaft freigestellt worden. Doch dazu gibt es weder von den Stadtwerken noch von Welsch selbst eine Stellungnahme. Der Minderheitsgesellschafter, die mit 24,9 Prozent an den Stadtwerken beteiligte Thüga-Gruppe, soll auf eine Trennung von dem in die Kritik geratenen Vertriebsvorstand gedrungen haben. Doch auch dazu hüllt man sich in Schweigen.

Welsch wolle sich „nach 18 erfolgreichen Jahren, davon acht als Vorstand, neuen Herausforderungen stellen“, heißt es in der Pressemitteilung. Er habe als Vorstand die im Energiewirtschaftsgesetz vom Gesetzgeber vorgeschriebene Trennung des Netzbetriebs vom Energievertrieb erfolgreich umgesetzt, dem Vertrieb der Städtischen Werke wichtige Impulse gegeben und den bundesweiten Energievertrieb des Unternehmens aufgebaut.

Oberbürgermeister Geselle: „Bedauern Entscheidung“

„Er sorgte mit seiner herausragenden Fachkompetenz und Erfahrung dafür, dass wichtige Meilensteine und Ergebnisse im Unternehmen erreicht wurden“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD): „Wir bedauern seine Entscheidung sehr und bedanken uns auf diesem Weg ausdrücklich für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Gleichzeitig wünschen wir ihm Glück und Erfolg für seine nächsten Aufgaben“.

Welsch war im Zuge der Entflechtung von Netzbetrieb und Vertrieb im Jahr 2010 vom Vertriebschef der Werke zum mit rund 220.000 Euro im Jahr dotierten Vorstand aufgestiegen. Der 52-Jährige hatte zudem im Jahr 2014 als Geschäftsführer zusätzlich die Verantwortung für den neu aufgebauten eigenen Vertrieb für Strom und Erdgas der EAM-Sparte Energie übernommen.

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