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Nach Anti-Islamisten-Demo: Künftig jeden Montag Proteste

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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© HNA

Kassel. Die Gruppe „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Kagida) will jetzt jeden Montagabend auf die Straße gehen, um gegen „die fanatische, radikalreligiöse Unterwanderung unseres Landes und unserer christlich-jüdischen Abendlandkultur“ vorzugehen.

Das hat Michael Viehmann, Veranstalter der Kagida-Demo, am Montagabend auf dem Philipp-Scheidemann-Platz angekündigt.

Der geplante Demonstrationszug der Kagida-Gruppe – darunter auch Teilnehmer mit Schals und Mützen des KSV Hessen Kassel – fiel aber ins Wasser. Aus Sicherheitsgründen verzichtete Viehmann nach Absprache mit der Polizei auf diesen „Spaziergang“. Die Gefahr, dass etwas passiere, sei einfach zu groß. Schließlich wolle man friedlich demonstrieren, sagte Viehmann.

Einziger Gastredner der Kagida-Kundgebung war ein Mann aus Holland. Der „Holländer“, wie er angekündigt wurde, sagte, dass er nichts gegen „normale Moslems“ habe, sondern dass die „kriminellen, radikalen Moslems“ eine Gefahr für die Gesellschaft darstellten.

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Von der Rede war auf der anderen Seite des Scheidemann-Platzes nur wenig zu hören. Rund 500 Gegendemonstranten des „Kasseler Bündnis gegen Rechts“ gingen vor der Handwerkskammer lautstark gegen Kagida vor. „Wir brauchen keine Faschisten“ und „Nazis raus“ skandierten sie. Die Veranstalter kündigten an, dass sie ebenfalls jeden Montag auf die Straße gehen werden, um ein Zeichen gegen Kagida zu setzen.

Axel Gerland von der Gewerkschaft Ver.di formulierte allerdings die Befürchtung, dass vereinzelte Personen die Veranstaltung „als Sprungbrett für Gewalt“ nutzen wollten. Gestern Abend hat sich diese Befürchtung bereits bewahrheitet. (use)

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