30.000 Euro Schaden am Hohen Gras

Nach Brand am Kletterwald: Betreiber kann es nicht fassen

+
Kann es noch gar nicht fassen: Christian Siegel am Samstag morgen vor der niedergebrannten Holzhütte am Kletterpark. 30 000 Euro Schaden sind bei dem Feuer entstanden.

Kassel. Betrübt blickt Christian Siegel auf die Überreste. In der Nacht hatte der Betreiber des Kletterwaldes am Hohen Gras einen Anruf bekommen, dass die Holzhütte brennt.

Siegel ist gelernter Tischler und hat die Hütte, in der Werkzeug, Sicherungsgurte und Helme untergebracht waren, selbst gebaut. Deshalb stimmt ihn der Verlust besonders traurig. „Da steckten viele Stunden Arbeit drin“, sagt er am Samstagmorgen und kann es noch gar nicht glauben.

Vandalismus habe es öfter mal gegeben. Beispielsweise, dass versucht worden sei, die Tür aufzubrechen. „Aber sowas habe ich noch nicht gesehen.“ Dabei sei in dem Häuschen auch nichts zu holen, auch in den Sommermonaten würde dort lediglich die Ausrüstung gelagert.

Die Feuerwehr aus Habichtswald und die Kasseler Berufsfeuerwehr wurden um 23.24 Uhr alarmiert. Ein Mitarbeiter von Hessenforst hatte den Notruf abgesetzt. 40 Kräfte kämpften gegen die Flammen und konnten aber nicht verhindern, dass die knapp 30 Quadratmeter große Hütte komplett zerstört wurde. Die Polizei schätzt den Schaden auf 30.000 Euro. Nach ersten Erkenntnissen kann Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Die Brandermittler der Kriminalpolizei hatten am Samstagmorgen den Brandort untersucht. „Man sieht auch jetzt noch deutlich, dass der Brand im Bereich der Toilettenhäuschen ausgebrochen ist und sich dann ausgebreitet hat“, sagt Siegel. Die Ermittlungen sollen am Montag fortgesetzt werden.

Im Kletterwald (Habichtswald) hat in der Nacht zum Samstag ein Holzhaus gebrannt.

Der Kletterpark habe im Winter geschlossen. Die Hütte habe zwar einen Stromanschluss, aber da sei in den Wintermonaten nichts in Gebrauch gewesen. Im Sommer werde der Strom für die Eistruhe gebraucht, aber die sei jetzt nicht angeschlossen.

Was den Betrieb des Kletterwalds angeht, ist Siegel optimistisch: Zum Glück ist der Parcours nicht zerstört worden, sodass wir nur die Kletterausrüstung ersetzen müssen. Das sollte bis zum Start der Saison mit Beginn der Osterferien kein Problem sein, sagt er.

Weitere Feuerwehreinsätze in der Nacht auf Samstag

Zu einem weiteren Einsatz musste die Feuerwehr um 1.48 Uhr an den Kiefernweg im Stadtteil Jungfernkopf ausrücken, wo ein Auto in Flammen stand. 

Um 6.11 Uhr musste die Feuerwehr dann noch eine brennende Gartenhütte im Kleingartenverein Fackelteich löschen. Auch hier kann laut Polizei Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.

Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden: Diese Laube wurde bei einem Feuer im Kleingarten Fackelteich zerstört.

Am Samstagmittag weißt noch Löschschaum auf dem gepflasterten Weg durch die Anlage auf den nächtlichen Einsatz hin, über den Kleingärten liegt noch immer ein beißender Brandgeruch, von der Laube ist nur noch wenig über. Die Polizei schätzt den Schaden, der durch das Feuer entstanden ist, auf 25.000 Euro.

Bereits in der Nacht zu Freitag hatte eine Laube im Eisenbahn-Schrebergarten an der Wolfhager Straße in Kirchditmold gebrannt. Schaden: 10.000 Euro. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Die Polizei sucht Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben: Tel. 05 61/91 00

Mehrere Brände im Kasseler Stadtgebiet

Lesen Sie auch:

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.