Lebensmittelladen war drei Monate geschlossen

Nach Brand: Edeka-Markt an Harleshäuser Straße öffnet morgen

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Die Regale sind wieder eingeräumt: Das Ehepaar Andrea Freitag und Erwin Führus haben die Brandschäden in ihrem Lebensmittelgeschäft nach drei Monaten Arbeit beseitigt. Ab heute können die Kunden wieder an der Harleshäuser Straße einkaufen.

Kirchditmold. Die lange Zeit des Wartens im Quartier Kirchditmold/Harleshausen ist vorbei: Am morgigen Donnerstag um 8 Uhr öffnet der Edeka-Lebensmittelmarkt Führus an der Harleshäuser Straße nach knapp dreieinhalb Monaten Aufräum- und Renovierungsarbeiten.

Anfang Dezember war das Lebensmittelgeschäft nach einem Schwelbrand geschlossen worden. Ursache des Feuers war ein technischer Defekt an einem offenen Kühlregal im Untergeschoss des Lebensmittelmarkts. Der Schaden betrug 1,5 Millionen Euro. Im Umkreis der Brandstelle war alles verkohlt und zerstört. Aufgrund der starken Hitze war die Deckenverkleidung komplett verschmort. Das gesamte Geschäft, Regale und Waren waren mit einem schmierigen Rußfilm überzogen.

1500 Quadratmeter Fläche

Das Sortiment inklusive Mobiliar, das sich auf den 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche befand, musste entsorgt werden. „Wir mussten alles bis auf den Rohbau abbauen“, sagt Marktbetreiber Erwin Führus. Die Heizung, sämtliche Leitungen und die gesamte Infrastruktur mussten aus- und anschliessend wieder eingebaut werden. Die Haustechnik, Wände, Regale, Kühlregale – alles wurde erneuert oder von einer Spezialfirma saniert, „um den Brandbelag und den damit verbundenen Geruch zu entfernen“. Ein Vorteil: „Weil das Mobiliar ausgeräumt war, konnten wird den Fußboden von Grund auf neu machen.“

Die Versicherung ist für den Schaden aufgekommen. Sie hatte im Dezember auch routinemäßig auf den Weg gebracht, dass Verwerterfirmen die Ware in Verpackungen und Konserven abtransportierten. Einiges davon wurde später in Restposten-Läden verkauft. Verderbliche Ware wurde vernichtet.

Eine betriebliche Versicherung hatte auch dafür gesorgt, dass die Gehälter der rund 90 Angestellten weiterliefen. Im Wechsel hatten die Mitglieder des Führus-Teams während der Schließung im Getränkemarkt weitergearbeitet. „Es war eine harte Zeit“, sagen Erwin Führus und seine Frau Andrea Freitag.

Fotos vom Einsatzort

Brand in Supermarkt

Seit dem 1. März sind sie unter Hochdruck am Einräumen. Erst kamen die haltbaren Waren, heute sind die Frischwaren wie Fleisch, Obst und Käse an die Reihe. Auf die Wiedereröffnung freuten sich viele, sagt Führus: nicht nur die Kunden, sondern auch Mitarbeiter. „Wir müssen uns jetzt alle wieder an die Abläufe gewöhnen.“

Zur Wiedereröffnung morgen gibt es für die Kunden einen Begrüßungssekt und Lebensmittelverkostungen.

Von Christina Hein

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