Der Weinbergbunker ist bald wieder zugänglich

Am Haken: Die schweren Absperrgitter unterhalb des Weinbergs wurden am Montag abmontiert und verladen. Während der Arbeiten wurde der Fahrzeugverkehr über die Straßenbahnschienen umgeleitet. Es kam zu Behinderungen und Rückstaus. Foto:  Koch

Kassel. Auf Frankfurter Straße und Steinweg kam es am Montag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Grund war der Abbau von Absperrungen aus der documenta-Zeit. Nicht nur die Fahrbahn ist jetzt wieder frei, auch die Weinbergterrassen sollen demnächst dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Eine Spur war auf der Frankfurter Straße für die documenta gesperrt worden, um den gefahrlosen Zugang zu Ausstellungs-Standorten in den Weinbergbunkern und im Henschelgarten zu ermöglichen. Bevor nun der Zugang zu den Terassen und dem Bunker wieder möglich ist, müssen jedoch noch die Riesenplastiken des argentinischen Künstlers Adrián Villar Rojas weiter abgebaut und verpackt werden.

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Voraussichtlich Mitte Oktober wird der Henschelgarten nach Informationen der HNA wieder frei zugänglich sein. Mit einer Einschränkung: Wenn es friert und schneit, werden die Weinbergterrassen geschlossen, weil es auf den zum Teil steilen Treppen keinen Winterdienst geben wird.

Nach dem Abbau der documenta-Kunst soll es auch mit der Sanierung des Henschelgartens weitergehen. In jedem Fall laden die Terrassen vor allem an klaren Tagen dazu ein, die Aussicht über die Südstadt bis weit in die Söhre zu genießen. Und oben auf dem Weinberg zieht schon wieder neue Kunst ein: Vom 2. Oktober bis zum 18. Februar stellen chinesische Künstler in der Innenstadt, in der Aue und auf dem Weinberg ihre Werke aus. Die Ausstellung „Chinah - China aus der Nähe betrachten“ findet im Zuge des Kulturjahres Chinas statt.

Bunkerführungen sind sehr gefragt

Ebenfalls voraussichtlich Mitte Oktober wird die Bunkeranlage unter dem Weinberg von der documenta wieder übergeben. So rechnet der Feuerwehrverein Kassel damit, dass nach den Herbstferien wieder regelmäßig Bunkerführungen angeboten werden können, sagt Thomas Schmidt. Zunächst müssten aber noch für die documenta eingerichtete Gewölbe-Absperrungen und eine Brandmeldeanlage abgebaut werden.

Fotostrecke: Abbauarbeiten an der Frankfurter Straße

Frankfurter Straße: Zweite Fahrspur bei Weinbergbunker freigeräumt

Die documenta habe das Interesse vieler Menschen geweckt, sagt Schmidt: „Im Moment bekommen wir täglich Anfragen.“ Acht- bis zehnmal im Monat bietet der Feuerwehrverein in der Regel Bunkerführungen für jeweils 20 bis 25 Teilnehmer an. Die Führungen dauern etwa eineinhalb Stunden und erstrecken sich über eineinhalb unterirdische Kilometer. Insgesamt sind die Stollengänge unter dem Weinberg rund drei Kilometer lang.

Kontakt und Infos: Feuerwehrverein Kassel, Thomas Schmidt, 05 61/7 88 41 23, webmaster@feuerwehrverein-kassel.de

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