HNA-Markt: Vor und nach dem Endspiel

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Letzter Schliff - oder besser gesagt - letzter Strich: Horst Dietrich legt letzte Hand an eine seiner Zeichnungen an.

Über 150 Prominente habe ich schon gezeichnet“, erzählt Horst Dietrich aus Harleshausen. Darunter beispielsweise alle acht Bundeskanzler, Schauspieler und Musiker.

Der 80-jährige malt und zeichnet, seit er denken kann. Aber vor sieben Jahren habe er intensiv begonnen, auch Porträts und Tierköpfe nach Vorlage zu zeichnen.

Nun hat der vielbeschäftigte Rentner ein Serie fertiggestellt, die er auch anderen Menschen zugänglich machen will: „Ich habe die Gesichter der elf Spieler der Fußball-Nationalmannschaft, die im Sommer am Endspiel in Brasilien teilnahmen, je zweimal gezeichnet, einmal vor dem Spiel und einmal gleich danach – als Weltmeister. Ebenso den Bundestrainer Jogi Löw.“ Zu seinem Album gehören außerdem Lionel Messi, Spielführer der gegnerischen Argentinier, sowie die Bundeskanzlerin, der Bundespräsident und der Mannschaftsarzt, letztere in einmaliger Abbildung.

Zeitintensives Hobby

Der Zeitbedarf für eine Zeichnung sei nicht unerheblich, bemerkt der Hobby-Zeichner. Für ein Porträt benötige er etwa fünf Stunden, seine Fußball-Weltmeister-Serie sei nach rund 250 Zeichenstunden fertig gewesen. Interessenten können nun die gezeichneten Spieler-Porträts bei Horst Dietrich bestellen, die sie gern besitzen möchten. „Dazu müssten die Käufer zu mir kommen und sich die Spieler und Personen aussuchen“, beschreibt der Zeichner, wie er sich die Sache vorstellt. Er würde nach dieser Bestellung die gewünschten Blätter anfertigen.

Vielseitig

Dietrich war und ist in Sachen bildlicher Darstellung vielseitig unterwegs. Seine Werke zieren auch als Ölmalerei, Aquarelle, Acrylbilder und Fotografien die Wohnung des Ehepaares.

„Leidenschaftlich“ benutzt er als Attribut, wenn er über seine Arbeit mit Holz spricht, zum Beispiel als Reliefschnitzer. Zwischendurch betätigte er sich außerdem als Insekten-Fotograf, Vogelstimmen-Kundiger oder einfach mit seinem Schifferklavier.

„Meine Eltern schenkten mir 1954 meine ersten Ölfarben“, erzählt Dietrich. Da musste natürlich schnell ein Probebild gemalt werden. „Als meinem Vater der Rasierspiegel herunterfiel, kam hinter den Scherben eine Pappe zum Vorschein“, berichtet Horst Dietrich. Darauf entstand flugs ein Alpenpanorama in Kleinformat, welches er seinen Eltern als „1. Ölung“ widmete. Außerdem modelliert der pensionierte Sozialpädagoge, der in seinem Berufsleben lange mit schwer erziehbaren Jugendlichen arbeitete. Bereits 1960 formte er sich aus Ton sein eigenes Symbol - eine zeichnende Hand.

Bildergalerie

HNA-Markt: Vor und nach dem Endspiel

Inzwischen hat er alle Zeichnungen der Fußball-Weltmeister-Serie auch fotografiert. Die Fotos will er an Joachim Löw schicken.

„Vielleicht hat ja der eine oder andere Spieler Interesse an so einer Zeichnung“, sagt Dietrich, den solche Bestellungen sehr erfreuen würden. „So, wie alle Bestellungen für meine Porträtzeichnungen.“

Kontakt: 05 61/ 70 50 189

Von Constanze Junker

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