Nach Flut Stau am Kreisel: Heute wieder freie Fahrt

Kassel. Das Hochwasser im Kasseler Stadtgebiet ist Montag zurückgegangen. Entwarnung gibt es aber noch nicht. Für Mitte der Woche sind weitere Regenfälle angekündigt. Der Pegel der Fulda könnte wieder steigen.

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Montag sorgten die Wassermassen für erhebliche Behinderungen im Berufsverkehr. Besonders betroffen waren am ersten Tag nach den Schulferien der Bereich um den Platz der Deutschen Einheit (Großer Kreisel) sowie die Dresdener Straße (B3/B 7). Nach Angaben der Polizei kam es zu längeren Staus, die sich bis zur Weserspitze auswirkten. Ursache dafür war die Sperrung der Scharnhorststraße und des Ölmühlenwegs, die beide unter Wasser standen.

Überschwemmungen in Kassel: Kreisel und Auedamm

Von den Behinderungen waren auch Busse und Bahnen der KVG betroffen. Die Buslinie 10 konnte nicht wie gewohnt über die Scharnhorststraße und die Hafenbrücke fahren. Die Bahnlinien 4 und 8 hatten morgens bis zu 25 Minuten Verspätung. Das lag nicht am Hochwasser, sondern an Autofahrern, die im Stau die Schienen auf dem Platz der Deutschen Einheit blockierten.

Am Nachmittag entspannte sich die Lage. Die Polizei hob die Sperrungen zum größten Teil wieder auf. Lediglich am Rechtsabbieger von der Dresdener Straße zur Hafenbrücke kam es noch zu Behinderungen. Aber auch diese Sperrung ist mittlerweile aufgehoben.

Am Sonntag um 20.30 Uhr hatte das Hochwasser in Kassel seinen vorläufigen Höchststand erreicht. Am Pegel in Guntershausen wurden 4,41 Meter gemessen. Ab 4,50 Meter wäre die dritte von vier Warnstufen ausgerufen worden. Die Anrainer der Fulda wurden von der Feuerwehr bereits am Morgen telefonisch informiert. Die Vereine am Fuldaufer brachten ihre Boote in Sicherheit. Auch der Campingplatz an der Giesenallee wurde vorsorglich geräumt.

Das Baugelände für das neue Schwimmbad am Auedamm war vom Hochwasser nicht betroffen. Es liegt etwas höher als die Nachbargrundstücke.

„In Sandershausen sind einige Keller vollgelaufen, ansonsten gab es zum Glück keine größeren Schäden“, sagt Karl-Heinz-Krütt, der Chef der Kasseler Berufsfeuerwehr.

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