Halt in Kassel auf einer ICE-Linie wieder eingebunden

Nach Hochwasser: Ab Montag wieder Direktzug nach Berlin

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Schäden bis heute nicht behoben: Die ICE-Schnellstrecke bei Schönhausen (Sachsen-Anhalt) wurde beim Hochwasser komplett überflutet. Das Bild entstand am 11. Juni.

Kassel. Die Folgen des Hochwassers sind im Bahnverkehr immer noch spürbar. Seit 10. Juni gibt es wegen der Sperrung einer Eisenbahnbrücke über die Elbe in Schönhausen (Sachsen-Anhalt) von Kassel aus keine Direktverbindungen mehr auf der stark frequentierten Strecke nach Berlin.

Ab kommendem Montag, 29. Juli, tritt ein neuer Hochwasser-Fahrplan der Deutschen Bahn in Kraft. Dann gibt es wieder alle zwei Stunden einen Direktzug von Kassel nach Berlin. Im regulären Fahrplan gab es stündlich Direktverbindungen in die Hauptstadt.

Auf der ICE-Linie 11 (München - Frankfurt - Berlin) fahren die Züge bis auf eine Umleitung über Wittenberge wieder die normale Strecke: Von Kassel-Wilhelmshöhe geht es über Göttingen, Hildesheim, Braunschweig und Wolfsburg. Dann macht der Zug anders als sonst einen Halt in Stendal und fährt den Schlenker über Wittenberge nach Berlin. Die Fahrzeit von Kassel beträgt dann dreieinhalb Stunden. Damit ist die Reisezeit etwa 45 Minuten länger als normal.

Die Direktverbindung auf der ICE-Linie 12 (Basel - Frankfurt - Berlin) wird für Kassel noch nicht reaktiviert. Die Züge halten nach wie vor nicht am Bahnhof Wilhelmshöhe, sondern werden ab Fulda über Erfurt nach Berlin umgeleitet. Es gibt zwar die Möglichkeit, nach Fulda zu fahren und dann in den ICE nach Berlin zu steigen. Die Reise dauert dann aber fast viereinhalb Stunden. Wer auf der ICE-Linie 12 von Süden kommend nach Kassel fahren will, muss in Fulda umsteigen.

Die ICE-Linie 10 (Köln/Düsseldorf - Hannover - Berlin) ist von Kassel aus über einen Umstieg in Hannover erreichbar. Die ICE ab Hannover werden wegen der Sperrung der Schnellfahrstrecke über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet. Die Halte in Wolfsburg, Stendal und Spandau entfallen. Die Reisezeit ist mit etwa 3:45 Stunden ebenfalls deutlich verlängert.

Wie lange die Sperrung der Schnellstrecke in Sachsen-Anhalt für die Aufräum- und Reperaturarbeiten nach dem Hochwasser noch andauern, ist laut Deutscher Bahn noch nicht geklärt. Man gehe davon aus, dass der neue Sonderfahrplan mindestens bis zum Jahresende gültig bleibt, sagte eine Bahnsprecherin.

Von Katja Rudolph

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