Brandschutz wird geprüft

Nach Katastrophe in London wird Gebäudesicherheit in Kassel untersucht

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Feuerwehr im Einsatz: Bei einem Zimmerbrand 2010 im Hochhaus am Kirchweg 31 am Wehlheider Platz.

Kassel. Nach der Brandkatastrophe in London wird auch in Kassel die Sicherheit der Hochhäuser geprüft. In der Stadt betrifft dies 51 Gebäude, die eine Höhe von 22 Metern und mehr haben.

Die Sicherheitsprüfung der Kasseler Hochhäuser geht nach Angaben von Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) auf einen Erlass des Hessischen Wirtschaftsministeriums zurück. Damit reagierte die Landesregierung auf die Brandkatastrophe im Londoner Grenfell-Tower, bei der Mitte Juni 81 Menschen ums Leben gekommen waren.

Für diese Prüfung habe die Bauaufsicht zunächst die Eigentümer der 51 Kasseler Hochhäuser aufgefordert, detaillierte Nachweise zur Beschaffenheit der Außenwände und zur Nichtbrennbarkeit der Fassaden vorzulegen.

„Nach Prüfung dieser Unterlagen werden gegebenenfalls verwaltungsrechtliche Schritte erforderlich“, sagte Nolda. Die Berichte sollen Ende September vorliegen. Die Ergebnisse seien zunächst abzuwarten, betonte der Stadtbaurat jetzt im Ausschuss auf Anfrage der Christdemokraten.

Anzeichen dafür, dass womöglich auch in Kassel – wie bereits in Dortmund und Wuppertal – ein Hochhaus wegen schwerer Brandschutzmängel geräumt werden muss, gibt es bisher nicht. Nach Noldas Angaben sind in den vergangenen zehn Jahren an zwei Hochhäusern in Kassel genehmigungspflichtige

Fassadendämmungen angebracht worden. Die Dämmstoffe hätten den Vorschriften entsprochen. Die Arbeiten seien überwacht und in den Akten dokumentiert worden. Brandschutzsachverständige seien eingebunden gewesen.

Alle fünf Jahre werden die Hochhäuser von der Feuerwehr überprüft, berichtete Nolda auf CDU-Anfrage. Da die Bauaufsicht im selben Abstand Sonderbauten wie zum Beispiel Hochhäuser prüfe, habe sich in Kassel eine gemeinsame Besichtigung der Gebäude durch die beiden Behörden bewährt.

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