Bewuchs nur wenige Tage vor Unfall kontrolliert

Nach Leichenfund in der Buga: „Die Pflanzen sind keine Gefahr“

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Leichenschau nach Bergung am Ufer: Nachdem die Feuerwehr gestern Mittag den Leichnam aus dem Bugasee geholt hatte, nahm die Kriminalpolizei vor Ort ihre Arbeit auf.

Kassel. Karsten Fischer, Einsatzleiter bei der Kasseler Berufsfeuerwehr, hat damit gerechnet, dass der Leichnam bei dieser Witterung nach wenigen Tagen aus dem See wieder auftaucht. Knappe drei Tage hat es gedauert

Dann sahen Ermittler der Kasseler Kriminalpolizei bei ihrer Suche auf dem FKK-Gelände am Bugasee am Montagvormittag den leblosen Körper in der Mitte des Gewässers treiben.

Wenn das nicht passiert wäre, dann hätte die Kriminalpolizei wohl einen Leichenspürhund, der auch auf Booten eingesetzt werden kann, angefordert, um den vermissten Mann zu finden. Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch hatte die Kripo am Montag bereits Kontakt zu entsprechenden Hundeführern aufgenommen. Für die Polizei gab es nach drei Tagen nämlich keine Hoffnung mehr, dass der Mann überlebt haben könnte.

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Andere Badegäste hatten am Freitagnachmittag die Feuerwehr über 112 alarmiert, weil sie beobachtet hatten, dass ein Schwimmer untergegangen war. Ein Taucher der Feuerwehr hatte zunächst den See nach dem Mann abgesucht. „Unser Taucher hatte aber große Schwierigkeiten wegen der Algen“, sagte Einsatzleiter Dirk Ehrlich gegenüber der HNA. Er habe unter Wasser nichts sehen können. Obwohl der Taucher mit einem Seil gesichert war, habe man den gefährlichen Einsatz dann abbrechen müssen. Der Taucher habe mehrere Kilo Algen am Körper gehabt, als er wieder rausgekommen sei, sagt Ehrlich.

Auf dem Weg zur Bergung: Feuerwehrleute holten gestern Mittag den Leichnam aus dem Bugasee.

Nach Angaben von Ingo Happel-Emrich, Sprecher der Stadt Kassel, werden die Unterwasserpflanzen im Bugasee Ende Juli teilweise gemäht. Das soll in den Bereichen vor den fünf ausgewiesenen Badestränden sowie am Wassereinstieg des FKK-Bereichs geschehen. Mitarbeiter des Umwelt- und Gartenamts seien wegen der Algen mit der DLRG in einem engen Kontakt.

Nach einer Kontrollfahrt, die nur wenige Tage vor dem Badeunfall stattfand, hatte die DLRG mitgeteilt, dass die Unterwasserpflanzen noch keine für Schwimmer bedrohliche Höhe erreicht hätten, so Happel-Emrich.

Von dem Bergungseinsatz der Feuerwehr und Polizei ließen sich die wenigen Nudisten, die gestern bei bewölktem Himmel am FKK-Strand lagen, nicht stören.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Leiche im Buga-See gefunden

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