Erste Bewährungsprobe am Montag

Nach Linien-Start in Kassel: Problemloser Sonntag bei Bussen und Bahnen

Gewohnter Anblick in der Königsstraße: Die Umstellung aufs neue Netz von Bus und Bahn fiel Sonntag kaum auf. Heute kommt mit dem Berufsverkehr die erste Bewährungsprobe. Foto: Schachtschneider

Kassel. Die Kasseler Linien, das neue Netz für Busse und Bahnen in Kassel, ist seit Sonntag am Start. Der Termin der Umstellung – an einem Sonntag in den Schulferien – war von der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) ganz bewusst gewählt. Und er hat sich offenbar ausgezahlt.

„Es läuft wirklich gut, uns liegen keine Beschwerden vor“, sagte KVG-Sprecherin Heidi Hamdad am Nachmittag auf Anfrage.

Am Tag der Liniennetz-Umstellung war das Unternehmen nach eigenen Angaben mit deutlich mehr Personal im Einsatz – sowohl in Bussen und Bahnen als auch in der Leitstelle und in Fahrzeugen der Verkehrsaufsicht. Besondere Vorkommnisse gab es demnach nicht zu vermelden.

Bewährungsprobe am Montag

Mit dem Berufsverkehr stehen die KVG und die neuen Kasseler Linien am heutigen Montag vor der ersten wirklichen Bewährungsprobe. Richtig ernst wird es dann nach den Schulferien, wenn der Schülerverkehr wieder für deutlich mehr Fahrgäste und Fahrten sorgen wird.

Schwierig wird es seit Sonntag bereits für die Bewohner im Bereich Druseltalstraße, Marbachshöhe und Flüsseviertel in Kassel. Grund dafür gibt die Großbaustelle an der Druseltalstraße. Wegen ihr können die Buslinien 51 und 53 nicht mehr die Haltestellen Heideweg, Frankenstraße und Hasselweg anfahren – und zwar voraussichtlich bis Ende des Jahres 2019.

Als Ersatz bietet der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) die Anruf-Sammel-Taxi (AST)-Linie 51A an. Sie pendelt ganztägig im 30-Minuten-Takt zwischen den Haltestellen Dönche und Hasselweg.

Nachfolgend die von der KVG angegebenen Verbesserungen im Überblick:

Die Buslinien

  • Mit der neuen Linie 10 wird das Angebot auf der Achse Harleshausen, Rothenditmold, Innenstadt und Waldau durch den Wechsel vom 15- auf einen Zehn-Minuten-Takt an Schultagen gestärkt. 
  • Mit der neuen Linie 12, die an der Weserspitze beginnt und durch Rothenditmold zum Bahnhof Wilhelmshöhe und durch Wehlheiden führt, wird über die Messehallen eine Direktverbindung zu vielen Zielen geschaffen. 
  • Neue Direktverbindungen entstehen zum Beispiel auch durch die Linie 11 zwischen Jungfernkopf, Harleshausen und Bahnhof Wilhelmshöhe sowie durch die aufeinander abgestimmten Linien 13 und 16, die das Klinikum mit Bebelplatz, Auestadion und Aubead verknüpfen. 
  • Mit Bus 25 wird der Stadtteil Wehlheiden eine eigene Quartierslinie mit Direktverbindung in die Innenstadt erhalten.

Die Tramlinien

  • Der 15-Minuten-Takt für Straßenbahnen (auch für einige Buslinien) wird samstags von 15 auf 18 Uhr verlängert, um vor allem die Innenstadt besser erreichen zu können. 
  • Auf der Helleböhnstrecke werden die Linien 3 und 7 ganztägig im 7,5-Minuten-Takt die Stadtteile Oberzwehren und Süsterfeld-Helleböhn sowie die Marbachshöhe mit dem Bahnhof Wilhelmshöhe und der Innenstadt verbinden. 
  • Um der Nachfrage zu entsprechen, werden Beiwagen auf der neuen Tramlinie 6 zwischen Ihringshäuser Straße, Innenstadt und Frankfurter Straße bis zum Schulzentrum Brückenhof eingesetzt. 
  • Wolfsanger wird durchgehend bis Betriebsschluss mit Straßenbahnen angebunden.

Aktuelle Infos: www.kvg.de

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