Rainer Pfeffermann schließt weitere politische Karriere nicht aus

Comeback nach Pfeffermann-Freispruch? - „Erwarte Anruf von der SPD“

Kassel. Rainer Pfeffermann und seinem Verteidiger Axel Dohmann war die Erleichterung nach dem Freispruch am Mittwoch anzusehen. „Heute sind wir erst einmal froh“, sagte Dohmann mit Blick darauf, dass der Prozess gegen seinen Mandanten noch nicht ausgestanden ist.

Weil er eine mittlerweile 45-jährige Frau aus Ahnatal vor zehn Jahren sexuell genötigt haben soll, muss sich Pfeffermann  (44) weiterhin vor dem Gericht verantworten. Die Kammer hatte gestern Morgen beschlossen, die beiden Verfahren voneinander abzutrennen. Zudem wurde verkündet, dass im Fall der 45-jährigen Nebenklägerin ein Gutachten zur Zeugentüchtigkeit der Frau erstellt werden soll. Dieser Prozess wird am 23. März fortgesetzt. Ein Urteil ist für April zu erwarten. „Ich kann nur hoffen, dass in diesem Verfahren auch meine Unschuld bewiesen wird“, sagte Pfeffermann, der gestern lobende Worte für das Gericht fand, das bei der Urteilsfindung „bewundernswert“ gearbeitet und „sauber recherchiert“ habe.

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Genosse Pfeffermann formulierte auch einen Wunsch an seine Parteifreunde. „Ich erwarte einen Anruf von der SPD.“ Er wolle mit der Spitze der Sozialdemokraten aus Stadt und Land ein „faires Gespräch führen“, wie es ihm bei seinem Rücktritt im Jahr 2009 versprochen worden sei.

Einige Worte hatte er auch für seine Ex-Geliebte, die das Verfahren gegen ihn erst in Gang gebracht hatte, übrig „Es tut mir leid um sie. Das ist auch nicht spurlos an ihr vorbeigegangen“, sagte Pfeffermann in die Kameras.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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