Vorab-Test durch städtische Mitarbeiter - Probebetrieb ab Mitte Februar - Start für April geplant

Nach den Pleiten, Pech und Pannen rollt Konrad jetzt versuchsweise

Erster Test erfolgreich: Theresa Maiwald vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt drehte gestern eine Runde auf Konrad. Das An- und Abschließen an der Station am Rathaus funktionierte. Foto: Koch

Kassel. „Konrad kommt - ab September“, hieß es im vergangenen Jahr auf Werbeschildern in der Innenstadt. Jetzt ist Februar und es sieht danach aus, als würde Konrad nun tatsächlich kommen. Nach den Pleiten, Pech und Pannen der vergangenen Monate geht die Stadt auf Nummer sicher.

Am Donnerstag haben Mitarbeiter des Straßenverkehrs- und Tiefbauamts, das mit der Organisation des Projekts betraut ist, mit einem Vorab-Test begonnen.

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Dabei soll vor allem überprüft werden, ob die Funkboxen an den Stationen funktionieren. Sie hatten zuletzt zum Platzen des Eröffnungstermins im Oktober geführt, weil die Datenübertragung in den Boxen nicht zuverlässig war. Grund war ein Fehler in den Lagereglern, den die DB Rent, die für die technische Abwicklung des Verleihsystems verantwortlich ist, inzwischen behoben hat.

Mehr zu Konrad erfahren Sie im RegioWiki.

„Wir wissen jetzt, dass es funktioniert“, sagt Theresa Maiwald vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. „Aber ein gebranntes Kind scheut das Feuer. Wir wollen uns nicht noch mal blamieren.“ Deshalb soll ab Mitte Februar auch ein Probebetrieb im größeren Stil mit 50 bis 100 Testnutzern stattfinden. Die Freiwilligen sollen dazu beitragen, das System vor dem geplanten Start Anfang April zu optimieren.

Wer will mitmachen?

Etwa 40 Interessenten stehen bereits auf der Liste im Straßenverkehrsamt, weitere Testnutzer sind noch willkommen. Ihre Aufgabe wird sein, von der Registrierung über Ausleihe, Rückgabe und Abrechnung alle Funktionen des Systems auf ihre Zuverlässigkeit zu testen.

Kontakt

theresa.maiwald@stadt-kassel.de

www.konrad-kassel.de

Dazu sollen die Testnutzer jeweils detaillierte Erfahrungsberichte mit möglichen Problembeschreibungen verfassen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen sowohl für eventuell nötige Verbesserungen als auch für die Auswertung des vom Bundesverkehrministerium mit 1,5 Mio. Euro geförderten Forschungsprojekts genutzt werden.

Für den Testbetrieb werden die 50 Konrad-Stationen, die überwiegend in dem Streifen zwischen Uni, Innenstadt und Bahnhof Wilhelmshöhe liegen, nach und nach mit Fahrrädern bestückt, um einen Echtbetrieb zu simulieren. Die Öffentlichkeit kann jedoch erst ab dem offiziellen Starttermin mit Konrad durch Kassel fahren. (rud)

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