Nach tödlichem Straßenbahn-Unfall in Kassel: „Betroffen und erschüttert“

Kassel. „Wir sind tief betroffen und erschüttert“, sagt Heidi Hamdad, Sprecherin der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG), über den Unfall auf der Holländischen Straße, bei dem am Donnerstagmorgen ein 15-jähriger Jugendlicher aus Kassel gestorben ist. „Unser ganzes Mitgefühl gehört der Familie.“

Der Junge war um 8.10 Uhr von einer Tram der Linie 1, die aus Vellmar kam, angefahren worden. 

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Der 44-jährige Straßenbahnfahrer, der seit 16 Jahren als Tramfahrer für die KVG arbeite, habe sofort und richtig reagiert, sagt Hamdad. Der Mann habe umgehend eine Gefahrenbremsung, die von einem lauten Klingelton begleitet wird, eingeleitet. Der Jugendliche habe dieses Warnsignal offenbar nicht wahrgenommen.

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Laut Hamdad hat die Staatsanwaltschaft Kassel die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Am heutigen Freitag soll der Fahrtenschreiber, der auch Auskunft über die Geschwindigkeit der Bahn gibt, ausgewertet werden. Am Donnerstag war ein Gutachter am Unfallort.

Bilder vom Unfallort

Tödlicher Unfall mit Straßenbahn auf Holländischer Straße

Der Fahrer hat einen Schock erlitten. Um ihn und die Fahrgäste, die bei dem Unfall körperlich unverletzt blieben, hätten sich umgehend Ersthelfer gekümmert. Die KVG habe in den vergangenen Jahren mehrere Mitarbeiter für die psychosoziale Erstbetreuung an Unfallorten ausgebildet. Einsatzkräfte und Mitarbeiter der KVG, die zeitnah an der Haltestelle waren, seien von dem Geschehen tief betroffen.

Mitarbeiter der Werkstatt hatten zusammen mit den Einsatzkräften der Kasseler Berufsfeuerwehr die Bahn angehoben, um den Körpers des Unfallopfers zu befreien. Unverständnis herrscht bei der Feuerwehr über das Verhalten mehrer dutzend Schaulustiger: „Diese wurden mehrfach aufgefordert, den Nahbereich der Einsatzstelle zu verlassen - aber erst die Polizei konnte die Gaffer dazu bewegen“, sagt Einsatzleiter Ralf Krawinkel. (use)

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