Nach Überweisungsdiebstählen

Nach Überweisungsdiebstählen: Briefkästen jetzt sicherer

Kassel. Nachdem zu Jahresbeginn mehrfach Überweisungen aus den Briefkästen der Kasseler Sparkasse gestohlen worden sind, werden jetzt in allen Filialen spezielle Sicherheitsbriefkästen angebracht.

Für Überweisungen haben sie einengesonderten, sehr schmalen Einwurfschlitz, der Einwurf von Post erfolgt in einer getrennten Klappe.

Bis Ende Juni sollen die Nachrüstungen in sämtlichen 84 Geschäftsstellen in Stadt und Landkreis Kassel abgeschlossen sein, sagt Sparkassen-Sprecher Michael Krath auf HNA-Anfrage. Die neuen Briefkästen hätten einen „sehr hohen Sicherheitsstandard“. Nähere Angaben zur Technik wollte der Sprecher aus Sicherheitsgründen nicht machen. Detailwissen könnten sich Täter möglicherweise zunutze machen.

Je nach den Voraussetzungen in den Filialen würden entweder die bisherigen Briefkästen ersetzt oder die vorhandenen Kästen mit einem zusätzlichen schmalen Schlitz ausgestattet.

Das Service-Angebot, außerhalb der Geschäftszeiten Überweisungen einzuwerfen, bleibe an allen Standorten erhalten, betont Krath. Die Briefkästen, die momentan noch nicht nachgerüstet wurden, sind laut Krath nach wie vor mit einem Warnhinweis versehen.

Als sich Anfang des Jahres die Überweisungsdiebstähle aus den Briefkästen häuften, hatte die Sparkasse ihren Kunden vorsichtshalbervon einem Einwurf abgeraten.

 Obwohl die bisherigen Kästen bereits mit einen Entnahmeschutz mit Metallzacken ausgerüstet sind, war es Dieben gelungen, mit Spezialwerkzeug Überweisungen herauszufischen. Die Daten und Unterschriften wurden für Fälschungen missbraucht.

Laut Sparkassen-Sprecher Michael Krath war im Januar ein Dutzend Kunden von solchen Überweisungsbetrügereien betroffen. Den Schaden, zu dessen Höhe Krath keine Angaben machte, hatte die Sparkasse den Betroffenen ersetzt.

Das sagen andere Geldinstitute

Auch die Raiffeisenbank Baunatal kümmert sich nach Angaben ihres Sprechers Peter Hammerschmidt derzeit um neue, noch sicherere Briefkästen. Derzeit gibt es in der Zentrale und den 16 Geschäftsstellen Kästen mit einem sogenannten Entnahmeschutz mit Metallzacken. Zwar habe man keine Betrugsfälle zu beklagen, die Vorfälle bei der Sparkasse seien aber Anlass gewesen, die Kästen noch sicherer zu machen. Wann die neuen Kästen kommen, ist laut Hammerschmidt noch nicht klar.

Die Kasseler Bank hat laut Sprecherin Christina Hackenberg „Vorkehrungen getroffen“, um Überweisungsdiebstähle zu verhindern. Es habe aber noch keine Fälle gegeben. Details zu den Briefkästen an 47 Standorten in Nordhessen wollte die Sprecherin aus Sicherheitsgründen nicht nennen.

In den elf Geschäftsstellen der Sparda-Bank sind die Briefkästen in den Selbstbedienungsbereichen „bestmöglich gegen eine Entnahme durch Dritte gesichert“, sagt Pressesprecher Peter Hoffmann. Er wollte aus Sicherheitsgründen keine näheren Angaben zur Technik machen. (rud)

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