Folgeunfälle, 150.000 Euro Schaden, Stau bis Melsungen

Nach Unfall auf A7: Zustand der 37-Jährigen weiter kritisch

Kassel. Zwei Schwerverletzte, ein Leichtverletzter, mehrere Folgeunfälle und 150.000 Euro Schaden: Das ist die Bilanz nach dem schweren Verkehrsunfall auf der A7 bei Kassel am Donnerstagnachmittag, nach dem sich der Verkehr auf 16 Kilometern gestaut hatte.

Nach Angaben der Polizei war es gegen 15.30 Uhr zwischen dem Dreieck Kassel-Süd und der Anschlussstelle Kassel Ost zu dem Unfall gekommen. Eine 37-Jährige aus Spangenberg im Schwalm-Eder-Kreis hatte sich zu diesem Zeitpunkt im Baustellenbereich mit ihrem Wagen auf dem rechten Fahrstreifen hinter zwei stehenden Lastwagen gehalten. Ein ihr folgender Lastwagenfahrer schätzte offenbar die Verkehrssituation falsch ein und fuhr auf das Autoheck auf.

Lesen Sie auch: 

Zwei Schwerverletzte nach Unfall auf der A7 bei Kassel - Stau bis Melsungen

Die Frau und der 54-jährige Lastwagenfahrer aus Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) wurden dabei schwer verletzt. Die 37-Jährige wurde in eine Kasseler Klinik, der Mann in die Uniklinik nach Göttingen gebracht. Über ihren Zustand gab es am Freitagmorgen keine genaue Informationen. Der Zustand der Frau wurde weiterhin als kritisch bezeichnet. Ein weiterer Lkw-Fahrer, der leichte Verletzungen erlitten hatte, wurde nach ambulanter Behandlung entlassen.

Wegen der Bergungsarbeiten war der Streckenabschnitt der A7 in Richtung Norden zeitweise voll gesperrt. Nach mehreren Stunden wurde die linke Spur in der Baustelle wieder freigegeben. Dennoch staute sich der Verkehr auf 16 Kilometern. Die Bergungsarbeiten liefen auf den beiden rechten Spuren. Laut Polizei kam es zu mehreren Folgeunfällen mit "Blechschäden" und Pannen, zu denen Abschlepper und Pannendienste gerufen wurden, was zu zusätzlichen Behinderungen auf der Autobahn führte.

Bilder von der Unfallstelle:

Vollsperrung nach Unfall auf der A7 bei Kassel

Behinderungen gab es auch auf der A44: Zwischen Kassel-Bad Wilhelmshöhe und Dreieck Kassel-Süd staute sich der Verkehr drei Kilometer. Auf der A49 staute sich der Verkehr zwischen Kassel-Waldau und dem Kreuz Kassel-Mitte zeitweise über zwei Kilometer. Gegen 22.25 Uhr waren die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle abgeschlossen. (mhs)

Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können. Sie werden gebeten, sich unter 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.