Leerstandsquote aber noch zu hoch

Marktforscher: Nachfrage nach Büroräumen in Kassel zieht an

Kassel. Die Nachfrage nach Büroräumen in Kassel ist in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Gefragt sind vor allem gut ausgestattete Büros in gesuchten Lagen.

Nach Angaben der Wirtschaftsförderung (WFG) Region Kassel ist die Leerstandsquote von 7,8 Prozent (82 000 Quadratmeter) im Jahr 2005 auf 5,8 Prozent (63 000 Quadratmeter) im vergangenen Jahr gesunken.

Damit stehe Kassel im Vergleich zu anderen Städten sehr gut da, sagt WFG-Ökonom Frank Eckert. In Frankfurt würden Leerstandsquoten von über zehn Prozent erreicht. Die WFG bezieht sich auf Zahlen des Marktforschungsunternehmens BulwienGesa, das von einem Richtwert von einer Million Quadratmeter Büroflächen in Kassel ausgeht.

Trotz der gestiegenen Nachfrage und eines Anstiegs bei den oberen Mietpreisen von 5,80 Euro auf 6,50 Euro pro Quadratmeter schneidet Kassel bei den Marktforschern nicht gut ab. Sie bewerten Kassel mit der Note 5. Frankfurt und Braunschweig stehen mit der Note 3 deutlich besser da. Hannover schneidet mit einer 2 noch besser ab. Das Münchner Unternehmen nimmt regelmäßig 125 Städte in Deutschland unter die Lupe.

Dass Kassel so schlecht wegkommt, liegt laut Bulwien-Vorstand Andreas Schulten unter anderem an der Leerstandsquote, die für eine kleine Stadt wie Kassel relativ hoch sei. Zudem sei der Flächenumsatz (neu vermietete oder genutzte Fläche pro Jahr) mit 16 500 Quadratmetern gering. In Braunschweig liege der Umsatz bei 30 000 Quadratmetern, was für einen aktiveren Markt und mehr Dynamik spreche.

Mit dem geplanten Umzug des Kasseler Baudezernates in das Salzmann-Gebäude werden weitere 16 000 Quadratmeter Büroflächen frei, die für die Verwaltung extern angemietet wurden. Dafür zahlt die Stadt eine Kaltmiete von über einer Million Euro im Jahr, durchschnittlich 5,30 Euro pro Quadratmeter.

Von Ellen Schwaab

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