Nachweis: Ehec wurde von Partyservice-Betreiberin auf Lebensmittel übertragen

Kassel/Wiesbaden. Der Ausbruch von Ehec-Infektionen nach einer Familienfeier in Staufenberg-Uschlag ist darauf zurückzuführen, dass der gefährliche Darmkeim von infizierten Menschen auf Lebensmittel übertragen wurde.

Das teilten das Hessische Sozial- und das Verbraucherschutzministerium in einer gemeinsamen Erklärung in Wiesbaden mit und verwiesen auf entsprechende Laborbefunde, die seit Freitag vorliegen.

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Demnach war die 67-jährige Betreiberin eines Kaufunger Partyservices zu dem Zeitpunkt, als sie die Speisen für die Feier zubereitete, bereits mit dem aggressiven Ehec-Keim O 104 infiziert, zeigte aber noch keine Symptome. Diese stellten sich erst einige Tage später ein.

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Der Erreger wurde offenbar bei der Zubereitung des Festessens auf verschiedene Lebensmittel übertragen, wo er auch nachgewiesen werden konnte. Die Frau erkrankte schließlich am Hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS).

In Zusammenhang mit der Feier sind insgesamt 20 von 68 Teilnehmern an Ehec erkrankt. Bei drei von ihnen entwickelte sich die schwere Verlaufsform HUS. (asz)

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