Freiwillige Feuerwehren haben Probleme, Jugendliche als Mitglieder zu gewinnen

Der Nachwuchs fehlt

Geehrt: Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kassel wurden Sascha Weiß (vorn von links, Nordshausen), Jörg Wicke, Dirk Kreutz, Daniel Meister und Michael Motz (alle Niederzwehren) sowie Klaus Deckert (Waldau) ausgezeichnet. Im Hintergrund stehen beförderte Mitglieder der verschiedenen Wehren mit Stadtbrandinspektor Jörg Straßer, Karl-Heinz Krütt, Leiter der Berufsfeuewehr, sowie Bürgermeister Jürgen Kaiser (hinten links). Foto: Socher

Kassel. Fast 50 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben Kassels Freiwillige Feuerwehrleute im vergangenen Jahr geleistet. Das ist ein Teil der Bilanz, die Stadtbrandinspektor Jörg Straßer bei der Jahreshauptversammlung der freiwilligen Brandschützer gezogen hat.

So sei die Zahl der Ehrenamtlichen in den sieben freiwilligen Feuerwehren in Kassel erfreulicherweise auf einem konstanten Niveau. Insgesamt engagieren sich 22 Frauen und 220 Männer in den Wehren.

Nicht ganz so positiv fällt die Bilanz bei der Jugendarbeit aus. Derzeit sind 75 Jungen und 23 Mädchen Mitglied in den Kasseler Jugendfeuerwehren. Doch die Zahlen sind rückläufig. Deshalb wollen die Feuerwehren ihre Werbeaktionen verstärken und nach neuen Wegen suchen, um Mitglieder zu gewinnen.

Bei der Jahreshauptversammlung sicherte auch Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) seine Unterstützung zu. Manche Rahmenbedingungen, wie die ausgedehnten Öffnungszeiten des Handels, seien für das ehrenamtliche Engagement nicht förderlich, sagte Hilgen. Stellvertretend für alle Feuerwehrleute überreichte Hilgen Ehrenamtskarten an die sieben Wehrführer für ihren Einsatz. „Ihnen allen gebührt der höchste Respekte der gesamten Bürgerschaft Kassels“, sagte Hilgen.

In seinem Bericht stellte Stadtbrandinspektor Straßer die Neubeschaffung von Feuerschutzkleidung in den vergangenen zwei Jahren heraus. Nach teils 15 Jahren seien die Freiwilligen Wehren mit neuer Kleidung ausgestattet worden.

Sorgen bereiten den Wehren einige ältere Fahrzeuge, die seit über 20 Jahren im Einsatz sind. Hierfür könnte schon bald Ersatz gebraucht werden. Probleme drohten auch durch zu niedrige Einstellhöhen in den Gerätehäusern. (clm) ARTIKEL RECHTS

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