Riesiger Andrang bei Sondervorstellung

Circus Rambazotti: Nachwuchs-Stars in der Flic Flac-Manege

Auch die Jüngsten hatten großen Spaß in der Manege: Das Publikum ließ sich leicht von ihrer Begeisterung einfangen. Foto:  Fischer

Kassel. Staunend schauten sich die Zirkuskinder um: solch ein großes Zelt, so viele Menschen. Zur Sondervorstellung des Kindercircus  Rambazotti kamen mehr Zuschauer, als in das große Flic Flac-Zelt auf dem Friedrichsplatz passten.

„Mit solch einem großen Andrang hatten wir nicht gerechnet“, freute sich Zirkuschefin Iris Riedmüller, „das ist auch für uns Premiere.“

Dieser besondere Rahmen erlaubte es, dass erstmals rund 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren an einer Vorstellung mitwirken konnten. Eine willkommene Gelegenheit für die jungen Zirkusleute und deren Eltern.

Aber es kamen nicht nur Familienmitglieder zur Sondervorstellung. Viele Zuschauer sahen zum ersten Mal das Können der Akrobaten, Jongleure und Clowns.

Und dabei kamen auch sie aus dem Staunen nicht heraus. Zum Beispiel darüber, wie die Kinder auf bunten Laufkugeln balancierten und sogar eine wackelige Wippe überwanden. Den ein oder anderen ungewollten Abgang von Kugeln, Stelzen oder Einrädern nahmen die Zirkuskinder dabei professionell gelassen. Und die Zuschauer fieberten umso mehr mit den mutigen und geschickten Darstellern.

„Ach wie süß“, raunte es mitunter auf den Rängen. Zum Beispiel als die Nachwuchstruppe in Schlafanzügen Purzelbäume und Räder in der Manege schlug.

Und als der 17-jährige Paul hoch oben an Bändern eine kraftvolle Luftakrobatik-Nummer zeigte, die einem Zirkus-Profi kaum nachstand, gab es tosenden Applaus. Seit 13 Jahren ist er schon beim Kinder- und Jugendcircus Rambazotti dabei, verriet er. „Zwischendurch hab ich ein Jahr Pause gemacht, weil fast nur noch Mädchen mitgemacht hatten“, verrät er. Mit zehn Jahren fand er das nicht so toll. Die Luftakrobatik macht er aber erst seit einem Jahr.

Begeisterten Beifall ernteten auch die jungen Jongleure, die in der Manege eine Restaurantküche eröffneten, um mit Bällen, Tellern, Suppenkellen, Dosen und Stäben allerlei Kunststücke zu zeigen. Besonders beeindruckten die Diabolo-Tricks von Julian und Philipp. Die Leichtigkeit ihrer Darbietung ließ kaum erahnen, wie viel Übung vor diesem Auftritt nötig war.

Die Einrad-Kinder beispielsweise hatten drei Wochen vorher mit ihrem intensiven Training begonnen, erzählen Sophia, Nele und Katja. Vor dem roten Teppich in der Manege hatten sie trotzdem großen Respekt. „Der ist ganz schon rutschig“, sagten sie.

Am Ende ist natürlich doch noch alles gut gegangen. Und für alle war es ein tolles Erlebnis. „Man lernt auch viel auf der Bühne“, haben die zwöfljährigen Akrobatik-Künstlerinnen Hannah und Lea erfahren. Das sehen sie nicht nur sportlich. Wenn man im Team arbeite und Lampenfieber überstehe, dann lerne man etwas fürs Leben, haben die Siebtklässlerinnen weise erkannt.

Bilder der Show

Kindercircus Rambazotti in FlicFlac-Manege

Von Martina Heise-Thonicke

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