Export von Bausätzen

250 Millionen Euro: Nächster Großauftrag für Kasseler Rheinmetall-Werk

In Kassel gebaut, in die Welt exportiert: der Radpanzer Fuchs 2 des Rüstungskonzerns Rheinmetall in unwegsamen Gelände.
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In Kassel gebaut, in die Welt exportiert: der Radpanzer Fuchs 2 des Rüstungskonzerns Rheinmetall in unwegsamen Gelände.

Das Kasseler Werk des Rüstungskonzerns Rheinmetall bekommt den nächsten Großauftrag: Wie der Konzern mitteilte, habe ein „internationaler Kunde“ eine Bestellung über 250 Millionen Euro abgegeben.

Kassel – Dem Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf wurde ein Folgeauftrag für den Radpanzer Fuchs 2 in Höhe von 250 Millionen Euro erteilt. Es gehe dabei um die Lieferung von Bausätzen für 140 Fahrzeuge sowie den Erstbedarf an Ersatzteilen, erklärte Rheinmetall. Jeder Bausatz bestehe aus mehreren Tausend Einzelteilen, die komplett in Kassel gefertigt und dann zum Kunden geliefert werden. Dazu gehören etwa Panzerstahl-Elemente, Teile der Fahrzeugwanne, Bremsen und Räder, teilte ein Rheinmetall-Sprecher auf Anfrage der HNA mit. Motoren und andere Komponenten beziehe der Kunde von inländischen Zulieferern. Die Montage erfolge auf Wunsch des Kunden in dessen eigenen Werken. „Die lokale Wertschöpfung ist unseren Kunden nicht selten ein wichtiges Anliegen“, berichtete der Unternehmenssprecher. Die Auslieferung sei im Zeitraum von 2021 bis 2023 geplant.

Der Kasseler Standort mit seinen fast 1000 Beschäftigten sei „die Geburtsstätte des einsatzbewährten 6x6-Fahrzeugs“, heißt es von Rheinmetall. Bislang seien insgesamt 1600 Transportpanzers vom Typ Fuchs gebaut worden – alle in Kassel. Der Fuchs ist ein Radpanzer, der in verschiedenen Varianten genutzt werden kann, etwa zum Mannschaftstransport, als Sanitätsfahrzeug oder zur ABC-Aufklärung (Atomare, biologische oder chemische Waffen).

Welches Land hinter dem aktuellen Auftrag steckt, teilte Rheinmetall nicht mit. Der Fuchs sei laut Rheinmetall über die Bundeswehr hinaus auch bei Streitkräften anderer Länder im Einsatz: USA, Großbritannien, Norwegen, Niederlande und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Bundeswehr nutzt nach Angaben des Rüstungskonzerns den Fuchs 1 seit 1979 in „einer Vielzahl von Versionen“. Mehr als 100 Fahrzeuge seien auch in Afghanistan zum Einsatz gekommen.

Wie Rheinmetall erklärt, ist der Fuchs 2 eine Weiterentwicklung des ersten Fuchs-Modells „und verfügt unter anderem über einen vergrößerten Innenraum, ein leistungsstärkeres Triebwerk, ein modernisiertes Fahrwerk, verbesserten modernen Schutz und eine digitale Fahrzeugelektrik.“

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