Erste Studenten im Wohnheim Max-Kade-Haus

Ein nagelneues Zuhause: So lebt es sich auf dem Campus

Fühlt sich schon wohl in ihrem kleinen Apartment: Alexandra Toman aus Sontra gehört zu den ersten Studenten, die einen Platz im Max-Kade-Haus erhalten haben. Fotos: Schachtschneider

Kassel. Vor wenigen Tagen wuselten noch die Handwerker auf der Baustelle des Studentenwohnheims an der Moritzstraße. Inzwischen dürften die Studenten in der Überzahl sein: Gerade rechtzeitig zum Semesterstart werden die Apartment in dem neuen Wohnheim mitten auf dem Campus fertig – dem Max-Kade-Haus.

Vor wenigen Tagen sind die ersten 42 Bewohner eingezogen. Bis zum Monatsende sollen die insgesamt 137 Plätze bereits voll belegt sein. 24 Quadratmeter stehen den Studenten in den Einzelapartments zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören Bett, Tisch und Stühle, ein großer Einbauschrank, eine Küchenzeile und ein kleines Bad. Die Miete kostet 290 Euro im Monat. Neben 125 Einzelwohnungen gibt es zwölf Zimmer in Doppelapartments (Bad und Küche geteilt). Sechs der Studentenwohnungen sind barrierefrei.

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Allen Zimmern gemeinsam ist der Ausblick durch die gläserne Ostfront des lang gezogenen Gebäudes, das vom Architekturbüro Berger Röcker (Stuttgart) entworfen wurde. Noch gibt es allerdings fast nur Baustelle zu sehen, so weit das Auge reicht. Direkt neben dem Wohnheim entsteht das neue Selbstlernzentrum der Uni, gegenüber auf der anderen Seite der Moritzstraße wird das Hörsaalzentrum in den nächsten Monaten fertiggestellt. Dafür wird das Wohnheim künftig am Puls des studentischen Lebens auf dem erweiterten Campus liegen.

Neun Millionen Euro

Neun Millionen Euro hat der Neubau nach Angaben des Kasseler Studentenwerks gekostet. „Damit ist das Max-Kade-Haus das größte Projekt, was wir je gestemmt haben“, sagt Geschäftsführerin Christina Walz. Der Löwenanteil wurde über Kredite sowie aus Eigenmitteln (1,6 Mio.) aufgebracht. 470 000 Euro hat die Max-Kade-Foundation beigesteuert, eine dem internationalen und vor allem deutsch-amerikanischen Austausch verpflichtete Stiftung.

Prägendes Gebäude auf dem nördlichen Campus: Die Glasfassade des riegelartigen Gebäudes wird vor allem im Dunkeln, wenn die Zimmer beleuchtet sind, ein Hingucker sein.

Bei Kosten und Zeitplan ist der vorgesehene Rahmen überschritten worden: Ursprünglich war mit 8,3 Mio. Euro und einer Eröffnung zum vergangenen Frühjahr kalkuliert worden. Der lange Winter 2012 habe zu Verzögerungen geführt, die anspruchsvolle Fassadengestaltung und die allgemeine Baukostensteigerung in den vergangenen Jahren zu den erhöhten Kosten, erklärt die Geschäftsführerin.

Die restlichen Bauarbeiten werden sich noch bis zum Frühjahr 2015 hinziehen. Neben dem Fassadenbehang (einer Art feinmaschiges Gitter) auf der rückwärtigen Gebäudeseite fehlen noch die großzügige Freitreppe vor dem Haupteingang sowie die Gestaltung der Außenanlagen. Der studentische Treffpunkt „Campus-Club“ wird noch im Erdgeschoss einziehen. Aufenthaltsräume für die Bewohner sind aber schon fertig: Neben den Gemeinschaftsbereichen auf jeder Etage ist auch der Waschraum so eingerichtet, dass man zum Arbeiten, gemeinsamen Fernsehen oder Klönen bleiben kann, während die Maschine läuft.

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