Kasseler Karnevalisten begeisterten mit buntem Cocktail -800 Zuschauer in Stadthalle

Kasseler Karnevalisten begeisterten mit buntem Cocktail

Mozart schräg und schrill: Das Männerballett „Tranfunzeln“ der Karnevalsgesellschaft Die Pääreschwänze erntete für seinen Schautanz in der Kasseler Stadthalle Ovationen im Stehen. Fotos: Dilling

Kassel. Ingo Buchholz, neuer Vorstandschef der Kasseler Sparkasse, und Thomas Träbing, Präsident der Gemeinschaft Kasseler Karnevalsgesellschaften (GKK), strahlten am Freitagabend auf der Bühne der Stadthalle um die Wette.

Beide haben gut lachen, weil sie aus dem Vollen schöpfen.

Buchholz hat für seine Bank einen Überschussrekord eingefahren. Träbings Aktive schütteten nach der Eröffnung der von der Sparkasse organisierten Prunksitzung ein wahres Füllhorn an Komik, Tanzakrobatik und Guter-Laune-Gesänge über den mehr als 800 begeisterten Zuschauern aus.

Prunksitzung der GKK Kassel

Die Kasseler Narren kennen eben wie die Sparkassen-Banker keine Finanz- oder Stimmungskrise. Das Publikum sah auf der Bühne das Beste, was der Karneval der Fuldastadt zu bieten hat. Da fällt es schwer, weniger als Bestnoten zu verteilen. Die Zuschauer verteilten sie in Form von Raketen und Ovationen im Stehen.

Wenige hielt es auf den Stühlen, als das Männerballett der „Pääreschwänze“ seine schrille und schräge Liebeserklärung an den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart tanzend auf der Bühne erklärte. Das galt auch für die Tänzer der KG TSC Herkules, die einmal mehr bewiesen, dass sie im Karnevalstanz, und vor allem im Paartanz, das Maß aller Dinge in der Fuldastadt sind. Die Mädchen der „Windbiedel“ zeigten mit hohem Bein, dass sie der Konkurrenz auf den Fersen bleiben.

Die Büttenredner der GKK packten vor ihrem Publikum ihre schärfsten Waffen aus. Da blieben auch Kassels Promis im Wahlkampf nicht verschont. Für Oberbürgermeister Bertram Hilgen sei der Kapitänsposten auf dem Traumschiff frei, der Herausforderer Wegener könne sich ja als Gärtner bei der von ihm angeregten Bundesgartenschau bewerben, ätzte „Fullefischer“ Markus Leitschuh. Britta Rose, der Till, nahm sich Kassels Reinfälle vor, Salzmann- und Huskies-Pleite. Man dürfe halt nie mehr versprechen, als man halten kann, meinte sie. Thomas Kraft reimte als „Schluckspecht“ so überzeugend, dass man schon vom Zuhören einen Schwips bekam.

Für die närrische Gemütlichkeit sorgten Kassels Bänkelsänger. Die „drei Dicken“ und die „Wölfe“ brachten den Saal zum Schunkeln. Auch Wehmut kam mal auf. Träbing verabschiedete Klaus Homburg von der Kasseler Sparkasse, der die Prunksitzung seit fast 40 Jahren organisiert und jetzt aufhört, mit dem Till, Kassels Narrentrophäe. (pdi)

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