Nächste Woche Staatsakt in Berlin

Nazi-Mordserie: Nächste Woche Staatsakt in Berlin für Hinterbliebene

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Tatort: In diesem Internet-Café an der Holländischen Straße wurde Halit Yozgat im April 2006 getötet.

Kassel. Vor sechs Jahren wurde ihr Sohn von Rechtsradikalen ermordet. Nächste Woche werden Ayse (53) und Ismail Yozgat (56) nach Berlin fahren und im Mittelpunkt eines Staatsaktes mit Bundespräsident Christian Wulff stehen.

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Wulff richtet ihn für die Hinterbliebenen der Mordserie gegen ausländische Mitbürger aus. Die Yozgats gehören zu diesen Hinterbliebenen. Sie verloren am 6. April 2006 ihren Sohn Halit. Er wurde in seinem Internetcafé an der Holländischen Straße erschossen, mutmaßlich hingerichtet von Neonazis der sogenannten Zwickauer Zelle. Ermordet aus Fremdenhass.

Mehr zu der Nazi-Mordserie im Regiowiki der HNA

Ismail Yozgat hat sich auf den Besuch beim Bundespräsidenten vorbereitet. Er hat sich Fragen aufgeschrieben und das, was er Wulff sagen will. Was genau das sein wird? Das sagt Ismail Yozgat nicht: „Das sitzt tief in meinem Herzen.“

Schon einmal war das Ehepaar beim Bundespräsidenten, kurz nachdembekannt wurde, dass die Spur der Morde zu den Neonazis führte. Damals war Ismail Yozgat sprachlos. Das Treffen mit dem Staatsoberhaupt hat er dennoch in guter Erinnerung. „Das hat Trost gespendet“. Christian Wulff habe zusammen mit den Hinterbliebenen sogar ein wenig geweint. (tho)

Mehr in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Archiv: Jetzt sprechen Eltern des Kasseler Opfers

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