Immer mehr Künstler der documenta 13 werden bekannt - und die Orte, wo sie ihre Kunst zeigen

Der Nebel lichtet sich weiter

Ein Kunstwerk, das für Diskussionen sorgen wird: „Momentary Monument IV“ nennt die italienische Künstlerin Lara Favaretto ihre Arbeit aus Teilen von Metallschrott, die hinter dem alten Zollamt auf der Nordseite des Kulturbahnhofs zu sehen ist. Foto: Koch

Kassel. Sie war bei vielen documenta-Ausstellungen das bestgehütete Geheimnis: die Künstlerliste. Nicht so bei der documenta 13. Hier kursieren schon seit Wochen Künstlerlisten, denen es aber zumindest an Vollständigkeit mangelte.

Inzwischen werden immer neue Namen von Künstlern bekannt, und die Liste, die die HNA am 18.5. veröffentlichte (siehe Online-Link), hat sich um annähernd 30 Namen verlängert. Auch wurde teilweise bekannt, an welchen Orten die Künstler ihre Werke ausstellen werden.

Von der documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev selbst öffentlich gemacht wurde die deutsche Künstlerin Kristina Buch (29), die auf dem Friedrichsplatz vor dem Staatstheater als Installation einen Schmetterlingsgarten angelegt hat.

Im Fridericianum wird die amerikanische Künstlerin Judith Barry (58) mit einer Arbeit mit dem Titel „Brain“ (Gehirn) vertreten sein. Ebenso wird die aus Kanada stammende Filmkünstlerin Tamara Henderson (30) hier eine Arbeit präsentieren.  In der Gedenkstätte Breitenau wird als einzige Künstlerin die Deutsche Judith Hopf (43) Plastiken zeigen. Der kambodschanische Foto- und Videokünstler Vandy Rattana (32) gehört ebenso zu den neu bekannt geworden documenta-Künstlern wie der Ungar Tamás St. Turba (68), der ein Nicht-Kunst-Kunstwerk präsentieren wird.

Mit dem Problem der Schlafkrankheit in tropischen Ländern setzt sich der thailändische Künstler Pratchaya Phintong (38) in seiner Arbeit auseinander. Zwei Installationen werden die Künstler Janet Cardiff und Georges Bures Miller präsentieren.

Zwar tauchte ihr Name bereits in der früheren Künstlerliste auf, doch erst jetzt wird bekannt, mit welcher Arbeit die Italienerin Lara Favaretto (39) auf der documenta 13 vertreten ist. Ihr „Momentary Monument IV“ dürfte zu den meist diskutierten Werken gehören: eine Landschaft aus Metallschrott, den die Künstlerin aus Deponien und Recyclingbetrieben gewonnen hat. Diese Arbeit wird an der Nordseite des Kulturbahnhofs hinter dem Alten Zollamt gezeigt. Mit ihrem Werk will Favaretto eine Beziehung zwischen der Stadt Kassel und der afghanischen Hauptstadt Kabul herstellen - auf der Basis des Mottos der documenta 13 „Zusammenbruch und Wiederaufbau“.

Die übrigen „neuen“ Künstler: Christoph Menke, Khaled Hourani, Kudzanai Chiuray, Florian Hecker, Aríbal López, Füsun Onur, M. A. Numminen, Vyacheslav Akhnov, Gianfranco Buracello, Antoni Cumella, Vu Giang Hung, Ahmed Basiony, Isidrez + Juana, Mohammed Yusuf Asefi, Giorgio Morandi, Epaminonda + Cramer, Issa Samb, Mario Bellatin, Manon de Boer. • Die Liste mit den ersten 157 Künstlernamen finden Sie unter zu.hna.de/listeteil2

Von Werner Fritsch

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