Ein neckischer Einhorn-Song: Reiner Irrsinn plant große Polonaise beim Zissel

Kassel. Nicht nur am Ballermann geht die Party ab, sondern auch beim Zissel in Kassel. Das hat sich Schlagersänger Reiner Irrsinn jedenfalls vorgenommen.

Passend dazu hat er einen Song geschrieben, der zum Fetenhit werden soll.

Gewidmet hat er ihn einem Fabel- und Kult-Wesen: dem Einhorn. „Horny“ heißt der neue Song, den der Mann, dessen Markenzeichen ein zottelig-weißer Flokati ist, beim Zissel vorstellen wird. Premiere feiert das Lied am Samstag, 5. August, im Prinzessgarten (gegenüber der Orangerie).

„Es soll die weltgrößte Einhorn-Polonaise werden“, sagt Reiner Irrsinn und lacht. Was nach Größenwahn klingt, könnte sogar Wirklichkeit werden. Kaum hatte der Sänger im sozialen Netzwerk Facebook seine Idee von der Polonaise im Einhorn-Stil gepostet, interressierten sich die ersten 100 Feierwütigen dafür. Mittlerweile hat der Beitrag 25 000 Personen erreicht, knapp 200 Leute wollen schon jetzt bei der Polonaise mitmachen - Tendenz steigend.

„Horny“ scheint also schon vor der Veröffentlichung ein Volltreffer zu sein. Nach den Gute-Laune-Liedern „Fischerin vom Bodensee“ und „Gefühl ist eine Achterbahn“, sollte es jetzt mal etwas greller, bunter und verrückter werden, dachte sich der Sänger aus Homberg. Klar, dass der Vater dreier Töchter da schnell auf das Einhorn kam, schließlich ist das derzeit total angesagt. „Momentan sind alle Fan von diesem Tierchen“, sagt Reiner Irrsinn. „Es gibt Einhorn-Bratwurst, Einhorn-Toilettenpapier, Einhorn-Sekt, Einhorn-Chips, Einhorn-Cocktails und so weiter. Nur der passende Song fehlte bislang.“ Das Tamtam um das Wesen in Pferdegestalt mit Horn auf der Stirnmitte scheint also noch lange kein Ende zu finden.

Fans anspruchsvoller Songtexte müssen jetzt ganz tapfer sein: „Ich bin Horny“, singt der Irrsinn bewusst zweideutig in dem tanzbaren Stück, das das Zeug zum Malle-Kracher, Karnevals- und Oktoberfest-Ohrwurm hat. Und auch wenn die Einhorn-Zeichnung zum Song niedlich ist, und man Horny als Abkürzung von Einhorn verstehen kann - aus dem Englischen übersetzt bedeutet es: geil. Der Song ist also längst nicht so brav, wie seine Entstehungsgeschichte vermuten lässt.

Klar, der Text ist nicht besonders gehaltvoll, lädt aber zum Mitgrölen ein. Und hat Zeilen wie: „Ich bin nicht Schnappi, nicht Balu der Bär. Ich bin Horny, seht mal alle her. Das kleine Einhorn, wie jeder weiß - auf mich sind alle Mädels heiß.“ Spätestens beim Refrain wird deutlich, es geht Dirk Schaller, wie der Schlagersänger eigentlich heißt, um den Spaß. „Das Leben ist ernst genug, da ist es doch toll, wenn so ein Irrsinns-Lied die Leute zum Lachen, Singen und Tanzen bringt“, sagt er. Und so singt er auch: „Die Moral von der Geschichte ist uns scheißegal, die Hände gehen nach oben und wir singen noch einmal...“ Bei so viel Leichtigkeit und Schwung, geht es sicher bald (nicht nur) bei den Ballermann-Partys hoch her, wenn „Horny“ aus den Boxen schallt - sondern auch bei der Premiere des Songs beim Zissel.

Treffpunkt Einhorn-Polonaise: Samstag, 5. August, 19 Uhr, Orangerie. Jeder, der mit Einhorn - egal ob im Kostüm, mit Kuscheltier oder im Shirt - kommt, kann mitmachen. Ein Teil des Videos zum Song wurde auf Mallorca aufgenommen, weitere Aufnahmen sollen in Kassel entstehen. Am 4. August wird „Horny“ auf Download-Plattformen veröffentlicht.

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