Vorwurf: Körperverletzung und versuchter Schwangerschaftsabbruch

Neonazi Bernd T. muss sich vor Gericht verantworten

Auf dem Friedrichsplatz: Das Foto von 2011 zeigt Bernd T. (rechts) mit einem seiner Sturm-18-Mitstreiter. Archivfoto:  Feldmann / nh

Kassel. Der Kasseler Neonazi Bernd T. muss sich ab Mittwoch, 21. Januar, vor dem Kasseler Landgericht verantworten.

Der Grund: Verdacht der gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen sowie Verdacht eines versuchten Schwangerschaftsabbruchs.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40-jährigen Bernd T., Gründer der rechtsextremen Kameradschaft „Sturm 18 Cassel“,  vor, am 7. Juli vergangenen Jahres seine damalige Lebensgefährtin (21) in der gemeinsamen Wohnung in Wehlheiden mehrfach geschlagen und in den Unterleib getreten zu haben. Die Frau war schwanger.

Zwei Tage später soll Bernd T. seine damalige Freundin und eine weitere Frau dazu aufgefordert haben, eine 16-Jährige mit den Fäusten zu schlagen, bis diese auf dem Boden zusammensackte.

Ursprünglich war gegen Bernd T., der seit Juli 2014 wieder in Untersuchungshaft sitzt, auch wegen des Verdachts der Vergewaltigung der 16-Jährigen ermittelt worden. In diesem Punkt sei allerdings kein hinreichender Tatverdacht mehr gegeben, so die Staatsanwaltschaft. (use)

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