Neues Verfahren: Neonazi Bernd T. ohne Führerschein erwischt

Kassel. Gegen den Kasseler Neonazi Bernd T., Gründer der Kameradschaft „Sturm 18 Cassel“ gibt es erneut ein Ermittlungsverfahren.

Auf Anfrage der HNA bestätigte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch, dass gegen den 40-Jährigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt wird.

Bernd T. sei am Mittwoch, 4. Februar, um 0.40 Uhr bei einer allgemeinen Fahrzeug- und Verkehrskontrolle auf der Weserstraße von der Polizei gestoppt worden. T. sei allerdings bereits im April 2002 wegen Trunkenheit am Steuer die Fahrerlaubnis entzogen worden.

Nur wenige Tage vor dem Vorfall auf der Weserstraße war T. aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das Kasseler Landgericht hatte einen Untersuchungshaftbefehl gegen T. aufgehoben, nachdem er wegen Körperverletzung sowie gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden war. T., der seit 1990 bereits 23 Mal verurteilt worden ist, hatte gegen das Urteil Revision eingelegt. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass T. unter anderem seine damalige Freundin und eine andere Frau damit beauftragt hatte, eine 16-Jährige massiv zu schlagen.

Am morgigen Mittwoch, 1. April, soll vor dem Kasseler Amtsgericht in dieser Angelegenheit das Urteil gegen seine ehemalige Freundin (21) und zwei frühere Sturm-18-Anhängerinnen wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung beziehungsweise Beihilfe sowie Nötigung verkündet werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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