Neonazi-Vorwürfe: Ausschluss von Daniel B. ist jetzt amtlich

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Kassel. Der Ausschuss des Kasseler Studenten Daniel B. aus der CDU ist inzwischen amtlich. Dem früheren Schriftführer des Stadtbezirksverbandes Kassel-Nord werden Kontakte zur rechtsextremen Gruppe „Freier Widerstand Kassel“ nachgesagt.

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Nachdem die Vorwürfe öffentlich wurden, hatte er sein Amt niedergelegt. Am Freitag habe das Parteigericht des CDU-Bezirksverbandes Kurhessen-Waldeck den Ausschluss des 25-Jährigen besiegelt, gab Kassels Parteichefin Eva Kühne-Hörmann beim Kreisparteitag am Samstag bekannt.

Die Affäre habe die CDU „wirklich gerüttelt“, sagte sie und betonte: „Wir brauchen keine Neonazis in der Partei.“ Die Union habe Konsequenzen gezogen: Wenn jemand in die Partei eintreten wolle und den CDU-Funktionären vor Ort bislang nicht bekannt sei, würden die Eintrittswilligen neuerdings zu einem Gespräch eingeladen, bei dem auch zwei Personen aus dem Kreisvorstand zugegen seien. Es habe inzwischen mehrere solcher Gespräche gegeben, die „mal positiv, mal negativ“ ausgegangen seien. Die Sache sei eine Gratwanderung, so Kühne-Hörmann: „Die Parteiaufnahme soll freiheitlich bleiben und keine Durchleuchtung sein.“ (asz)

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