Ein Nest für das historische Flugzeug

Flughafen Kassel-Calden: Fieseler Storch soll eigene Halle bekommen 

Vor dem Tower: Der Mediziner und Pilot Dr. Axel Sauer (links) zusammen mit dem Luftfahrtsachverständigen Klaus-Dieter Hessenmüller neben dem Fieseler Storch, um den sie sich im Förderverein kümmern. Foto: Thiele

Kassel/Calden. Der Fieseler Storch soll zu einer dauerhaften Attraktion am neuen Flughafen Kassel-Calden werden. Entsprechende Verhandlungen bestätigen der Förderverein und die Stadt Kassel.

„Wir haben ein großes Interesse daran, dass der Storch eine eigene Halle bekommt“, sagt Carola Metz, die stellvertretende Leiterin des Kulturamtes. Das wirkte schon mal anders, als der Storch für einige Wochen Kassel verließ und ausgerechnet am benachbarten Flughafen in Paderborn unterkam. Mittlerweile haben sich die Wogen offenbar geglättet.

„Wir bekommen sehr viel Unterstützung, ich bin sehr optimistisch, dass wir bald bauen können“, sagt Hartmut Fischer, der Vorsitzende des Fördervereins Fieseler Storch. Der Verein hat mit großem finanziellen Aufwand und ungezählten Stunden ehrenamtlicher Arbeit dafür gesorgt, dass aus einem Schrotthaufen wieder ein funktionstüchtiges Flugzeug geworden ist. „Es gibt nur noch einen weiteren vergleichbaren Fieseler Storch in den USA“, sagt Fischer. Nur der Kasseler Storch habe aber eine uneingeschränkte Flugerlaubnis. Das spreche für die Qualität der Sanierung, die er inklusive der erheblichen Eigenleistungen auf eine halbe Million Euro beziffert.

Lexikon-Wissen

Mehr über den Fieseler Storch lesen Sie im Regiowiki der HNA.

Jetzt will der kleine Förderverein (16 Mitglieder) mit Unterstützung von Sponsoren einen weiteren finanziellen Kraftakt bewältigen. In einem ersten Bauabschnitt soll eine Halle für den Storch entstehen. Damit Besucher des Flughafens das historische Flugzeug sehen können, wird es eine breite, durchgängige Fensterfront geben. Im Gespräch ist derzeit ein etwa 2000 Quadratmeter großes Grundstück nicht weit vom Tower entfernt. „Zunächst wird es eine Machbarkeitsstudie geben, die die Stadt zum größten Teil finanziert“, sagt Carola Metz. Mit einigen Tausend Euro will man dafür sorgen, dass der Flughafen eine außergewöhnliche Attraktion bekommt. Und das schon bald.

Umzug nächstes Jahr

„Wir hoffen, dass die Halle nächstes Jahr steht“, sagt Hartmut Fischer. Der Flughafen solle immer wieder zum Ausflugsort für Familien werden. Deshalb sei man bereits im Gespräch mit den Organisatoren der Oldtimerrundfahrt Herkules Bergrennen und mit Betreibern von historischen Flugzeugen.

Wenn der Bau der neuen Halle abgeschlossen ist, dann kann der Storch vom alten Flughafen Calden umziehen. Dort braucht er für jeden Flug eine Sondergenehmigung. Die wäre dann nicht mehr nötig.

Von Thomas Siemon

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