Eigentumswohnungen kosten zwischen 365.000 Euro und 1,1 Millionen Euro

Spektakulärer Neubau in Kassel: Wohnturm entsteht an der Westendstraße

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Wird seinen Bewohnern Ausblicke bieten: Der geplante Wohnturm an der Westendstraße soll Ende 2019 fertig sein.

Kassel. Es wird wohl eines der spektakulärsten Bauprojekte der vergangenen Jahre in Kassel: Der von der Wohnungsbaugesellschaft GWH geplante Wohnturm an der Westendstraße soll Ende 2019 stehen.

Bereits Ende dieser Woche werden die Rodungsarbeiten auf dem Areal beginnen. Spätestens im Sommer sollen die Gründungsarbeiten starten.

Das Bauprojekt hatte sich verzögert. Bereits vor zwei Jahren wollte die GWH mit dem Bau beginnen. Damals war mit sechs Millionen Euro reinen Baukosten kalkuliert worden. In den nun veranschlagten elf Millionen Euro sind Grundstückskosten und auch Baupreissteigerungen enthalten. Nun seien alle Hindernisse ausgeräumt, berichtet GWH-Geschäftsstellenleiter Christian Wedler. Die noch ausstehende Übertragung eines Grundstücksanteils von der Stadt Kassel auf die GWH sei eine Formalie.

21 Eigentumswohnungen im Wohnturm

21 Eigentumswohnungen und eine Gewerbeeinheit werden in dem 37 Meter hohen Turm entstehen. Die Kaufpreise liegen zwischen 365.000 Euro für Wohnungen auf den unteren Ebenen und 1,1 Mio. Euro für die Penthouse-Wohnung. Die Wohnungsgrößen reichen von 92 bis 236 Quadratmeter und die Quadratmeterpreise von unter 4000 bis 5000 Euro. Für einen der Tiefgaragenstellplätze sind dann nochmal 25.000 Euro fällig.

Es haben sich bereits etliche Interessenten bei der GWH gemeldet, die nun zuerst bedient werden sollen. Für die Penthouse-Wohnung soll es beispielsweise zehn Bewerber geben. „Obwohl wir erste Verkaufsgespräche führen, können sich gerne weitere Interessenten melden“, sagt Wedler.

Er ist GWH-Geschäftsstellenleiter: Christian Wedler.

Das von Roller Architekten aus Kassel entworfene Gebäude war als erster Preisträger aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen. „Kritiker hatten uns vorgeworfen, wir würden einen schicken Turm präsentieren, aber letztlich einen Schuhkarton bauen. Wir bauen, was wir präsentiert haben und orientieren uns dabei auch an der 1950er-Jahre-Ästhetik der Nachbarschaft“, sagt Wedler.

Die Kritik der Anwohner aus der Westendstraße und der benachbarten Motzstraße könne er nachvollziehen. Diese hatten sich über die Verschattung und mehr Verkehr beklagt. „Wenn der Nachbar baut, stößt das selten auf Gegenliebe. Ich bin mir aber sicher, dass das Umfeld den Turm als Aufwertung wahrnehmen wird, wenn er fertig ist“, sagt Wedler.

Angebot richtet sich an zahlungskräftige Klientel

Dass der Turm sich an eine zahlungskräftige Klientel richtet, leugnet Wedler nicht. Die GWH investiere aber gleichzeitig in bezahlbaren Wohnraum. So entstünden im Stadtteil Helleböhn und in Baunatel aktuell 160 öffentlich geförderte Wohnungen. Dies sei aktuell das größte öffentlich geförderte Wohnprojekt im Umfeld.

Für den GWH-Turm werden bis nächste Woche 20 Bäume und Büsche an der Westendstraße gefällt. Darunter befindet sich auch ein Beuys-Baum, der später wieder nachgepflanzt werden soll. Der Beuys-Baum gehört zum Kunstwerk 7000 Eichen.

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