Studentenwohnanlage: Ortsbeirat stimmt Projekt trotz Bedenken zu

Wesertor. Auf dem ehemaligen Reitstallgelände an der Weserspitze soll für 17 Millionen Euro eine private Studentenwohnanlage gebaut werden.

Gerhard Franz

Die Planungen für das Projekt im Bereich Kellermannstraße/Ostring laufen bereits, Baubeginn soll nächstes Jahr sein, Mitte 2015 könnten die ersten Studenten einziehen. Eva-Maria Rupp vom Planungsamt, Architekt Hans-Joachim Meißner und Investor Hendrik Kappe diskutierten mit dem Ortsbeirat Wesertor während dessen jüngster Sitzung das Vorhaben.

Auf dem 3600 Quadratmeter großen Grundstück wird die neue Studentenwohnanlage mit begrüntem Innenhof auf einer Fläche von 2088 Quadratmetern entstehen. Sie hat vier Stockwerke mit einem Staffelgeschoss.

Erschlossen wird das Gebäude zum Ostring hin, im Eingangsbereich gibt es einen Hausmeisterbereich und einen Kiosk. Im übrigen Erdgeschossbereich sind zur Ihringshäuser Straße hin ein Gemeinschaftsraum, anzumietende studentische Arbeitsbereiche oder auch gewerblich genutzte Flächen, etwa Arztpraxen, geplant. Richtung Kellermannstraße sowie zum Innenhof hin liegen die Appartements.

Laubengänge

Über Flure und geschlossene Laubengänge werden 81 Ein-Zimmer-Wohnungen und 78 Zwei-Zimmer-Wohnungen, möbliert und mit Balkonen, errichtet. Die Größe beträgt zwischen 21 und 44 Quadratmetern. Außerdem gibt es eine Tiefgarage mit 76 Stellplätzen und rund 237 Fahrradstellplätzen und eigenem Zugang. Sorgen macht sich der Ortsbeirat, der dem Vorhaben mit seinem Beschluss zustimmte, vor allem um den Lärmschutz und die Seriosität der Mieter.

Lärm als Problem

Zum Lärmproblem hieß es, der Verkehrslärm vom Ostring, der Fuldatalstraße und der Ihringshäuser Straße werde teils erhebliche Störungen bringen. Diese müssten jedoch im Rahmen der Abwägung teils hingenommen werden, teils werde es möglich sein, die für das Mischgebiet und das allgemeine Wohngebiet zulässigen Orientierungswerte nicht zu überschreiten. Es würden Werte festgesetzt. Für die unmittelbaren Anwohner der Kellermannstraße werde das neue Studentenwohnheim Lärmschutz bringen. Derzeit sei studentischer Wohnraum noch knapp, falls der Boom einmal nachlasse, könne man die Wohnungen auch anders nutzen, etwa für Senioren, hieß es.

Hierzu erklärte Ortsvorsteher Gerhard Franz (SPD), es müsse sichergestellt sein, dass das neue, den Stadtteil prägende Gebäude nur von seriösen Mietern bewohnt werde. Die Wohnungen dürften nicht an Alkoholabhängige, Haftentlassene oder Prostituierte vermietet werden. Für diese Menschen müsse die Stadt anders sorgen.

Von Sabine Oschmann

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