Gebäude wird größer und im September fertig werden

Bauarbeiten auf dem Messegelände: Hallen 5 bis 7 wurden abgerissen - Neubau folgt

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Da, wo einst die Hallen 5 bis 7 standen, räumt ein Bagger den letzten Schutt weg. Bis September soll hier eine neue Messehalle mit 3800 Quadratmetern Grundfläche entstehen. Sie wird direkt an die Hallen 8 und 9 angebaut. Mit zehn Metern lichter Arbeitshöhe wird der Neubau etwa so hoch werden wie die Rothenbachhalle links im Bildhintergrund.

Kassel. Die Messe Kassel baut eine neue Messehalle in Waldau. Sie ersetzt die alten Hallen 5 bis 7, die bereits abgerissen wurden. „Die Arbeiten für den Neubau sollen schon bald beginnen", sagt Geschäftsführer Ralf-Ulrich Umbach.

Im September soll alles fertig sein, „damit die neue Halle zur Herbstausstellung vom 1. bis 9. November mit einbezogen werden kann“, sagt Umbach. Die Messe Kassel investiert fünf Millionen Euro in den Neubau.

„Die alten und zusammenhängenden Hallen 5 bis 7 waren nicht mehr wirtschaftlich“, begründet Umbach den Schritt. 1990 waren sie als Ersatz für damals dort noch stehenden Zelte gebaut worden. Mit einer Arbeitshöhe von nur vier Metern und gespickt mit vielen tragenden Säulen hätten die Hallen den modernen Anforderungen nicht mehr genügt. Zudem seien die Lichtverhältnisse nicht optimal gewesen.

Lichtdurchfluteter Neubau 

Der Hallenneubau wird dagegen lichtdurchflutet sein und - wie auch bei der Rothenbachhalle - eine Arbeitshöhe von zehn Metern haben (bei einer Firsthöhe von 14 Metern). „Damit sind künftig auch doppelstöckige Messestände realisierbar“, sagt Umbach. Zudem werde durch den Neubau ein überdachter Flächengewinn von 800 Quadratmetern erzielt. Boten die alten Hallen 5 bis 7 noch 3.000 Quadratmeter, die wird die neue Halle 3.800 Quadratmeter messen. Aktuell sind auf der Messe Kassel rund 30.000 Quadratmeter überdacht.

Mehr zum Messegelände finden Sie im Regiowiki.

Vorteil auch: Durch die Vergrößerung wird die bislang bestehende Freifläche hin zu den gegenüberliegenden Hallen 8 und 9 verschwinden. „Ab September ist hier ein direkter Zugang möglich“, sagt Umbach. Tatsächlich habe sich der gut 20 Meter breite Innenhof bislang negativ auf Besucherströme ausgewirkt. „Wenn es geregnet hat, sind die Leute oft nicht rüber in die Hallen 8 und 9 gelaufen“, sagt Umbach.

Mit einem Foyer aufgewertet werde nicht zuletzt der Zugang zur benachbarten Halle 4. Heute besteht hier lediglich ein schmaler Verbindungsgang. Auch sollen hier weitere Sanitäranlagen und Büros entstehen.

Mit der Investition will das familiengeführte Unternehmen weiterhin auf dem bundesdeutschen Messe-Markt attraktiv bleiben. „Die Ansprüche der Kunden wachsen, und mit ihnen die verlangten Flächen und Ausstellungsmöglichkeiten“, sagt Umbach. Wachstumsmarkt seien vor allem Kongresse und Gast-Ausstellungen von Einzelfirmen und ganzen Unternehmensgruppen, die ihre Produkte einem Fachpublikum präsentieren. „In diesem Segment hat sich in den vergangenen Jahren viel getan“, sagt Umbach.

2013 beherbergte die Messe Kassel 54 nationale und internationale Eigen- und Gastveranstaltungen mit fast 614.000 Besuchern. Sie sorgten mit 37.000 Übernachtungen nicht zuletzt auch für gute Umsätze im Hotelgewerbe.

Von Boris Naumann

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