Schenkebier Stanne: Nach Umbau wurden Bäume und Sträucher gepflanzt

Begrünung nach den Bauarbeiten: Nach Abschluss des Umbaus an der Schenkebier Stanne werden als Ausgleich für die Eingriffe in die Natur Bäume und Sträucher gepflanzt. Foto: Rudolph

Kassel. Nach dem Umbau des Schenkebier Stanne für die neue Verkehrsunterführung unter den Gleisen ergrünt das Areal um den Bahndamm am Jungfernkopf neu. 120 Bäume und über 1400 Sträucher werden nach Angaben der Stadt zum Ausgleich für die Eingriffe des Bauprojekts gepflanzt.

Bis zu den Osterfeiertagen sollen die Gehölzpflanzungen abgeschlossen sein, sagt Berthold Pfalzgraf vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt auf Anfrage der HNA.

Auf der Obstwiese am Eisenbahnweg/Ecke Waldecker Straße wurden im Zusammenarbeit mit dem Verein Essbare Stadt bereits 20 Obstbäume gepflanzt. Wenn sie in den nächsten Jahren beginnen zu tragen, wird sich der Verein um die Ernte sowie den Baumschnitt kümmern.

Zudem wurden in dem Abschnitt entlang des Bahndamms zwischen Kiefernweg und Lambertweg sowie auf der Wiese entlang der Schenkebier Stanne etwa 100 Bäume gesetzt, erläutert Pfalzgraf: unter anderem Eichen, Rubinien, Wildbirnen sowie sechs Eschen als Beuysbäume am Straßenrand. Am Jungfernbach wurden vor allem Weidegehölze gepflanzt, sodass das Bild einer kleinen Auenlandschaft entstehen soll.

Auch ist das Bächlein in einen natürlicheren Zustand zurückversetzt worden: Die Betonrinne, in der es bisher verlief, wurde entfernt, damit sich die natürliche Sohle wieder bilden kann.

Wenn alles angewachsen ist, sagt Pfalzgraf, wird es am Jungfernkopf grüner sein als vor dem Umbau. Auch auf ein Blütenmeer dürfen sich die Menschen im Stadtteil im nächsten Jahr freuen, wenn alles gut geht: Mehr als 28 000 Blumenzwiebeln für Schneeglöckchen sowie Buschwindröschen und Zierlauch (Allium) wurden schon Ende vorigen Jahres am Fuße des Bahndamms gesetzt. Wegen des milden Winters hätten sie dieses Frühjahr leider noch nicht geblüht, so Berthold Pfalzgraf.

Brutstätte statt Baustelle

Auch ein Zauneidechsen-Biotop wurde in der Verlängerung der Schenkebier Stanne unweit des Geilebachs angelegt. Die Holz-, Stein-, Mist und Sandhaufen mögen für manche nach Baustelle aussehen. „Aber das ist fertig so“, betont Pfalzgraf. Er bittet darum, dass die Brutstätte nicht als Spielplatz benutzt, sondern in Ruhe gelassen wird, damit die unter Schutz stehenden Tiere sich ansiedeln können.

Mit dem Pflanzungen ist das Großprojekt an der Schenkebier Stanne endgültig abgeschlossen. Die Begrünung ist gemäß den Naturschutzauflagen der Ausgleich für den Eingriff in Tier- und Pflanzenwelt während des Umbaus der Regiotram-Station und des Neubaus der Verkehrsunterführung, die den beschrankten Bahnübergang ersetzt.

Die Kosten von insgesamt 135 000 Euro für die Ausgleichsmaßnahmen verteilen sich auf Stadt, Deutsche Bahn, Bund und Land.

Von Katja Rudolph

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