Glasfaserkabel und Kanäle werden verlegt

Neue Baustellen im Bergpark Wilhelmshöhe

Baumaterial am Wegesrand im Bergpark Wilhelmshöhe
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Baumaterial am Wegesrand: Im Bergpark Wilhelmshöhe werden Kanäle erneuert und Glasfaserkabel verlegt. Zudem haben die Vorarbeiten für den neuen Gartenbetriebshof der MHK begonnen.

Kaum ist der größte Parkplatz im Bergpark Wilhelmshöhe runderneuert, sind da schon wieder Baufahrzeuge, Absperrungen und Material am Wegesrand zu sehen.

Doch mit dem Parkplatz in Höhe der Ochsenallee haben die jetzt anstehenden Arbeiten nichts zu tun. Auch hinter dem Schlosshotel stehen Absperrungen. „Hier werden unter anderem die historischen Kanäle saniert“, sagt Lena Pralle, die Sprecherin der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK).

Nun ist in diesem Fall historisch ein relativer Begriff, denn ganz so alt wie das Schloss Wilhelmshöhe oder die Löwenburg sind diese Kanäle nicht. Aber doch gut 100 Jahre und deshalb alles andere als taufrisch. Sie müssen jedenfalls erneuert werden, doch das ist nur eine von insgesamt drei neuen Baustellen in diesem Bereich.

Auch die Städtischen Werke sind momentan im Bergpark aktiv. Sie verlegen Glasfaserleitungen. Nicht nur unterhalb des Schlosshotels, sondern an mehreren Stellen in der Stadt. Das Ziel sei eine schnellere Datenübertragung für das Internet, sagt Werkesprecher Ingo Pijanka. Darüber werden sich nicht nur die Hotelgäste freuen. Wie bereits berichtet, plant Betreiber Gerhard Jochinger, das Hotel zu erweitern.

Überhaupt tut sich einiges im Bergpark. Vor dem Weißensteinflügel von Schloss Wilhelmshöhe steht schon seit dem vergangenen Jahr ein großes Gerüst für die Sanierung. Ein paar Meter weiter gehen die Arbeiten an der Löwenburg voran und auch der Tuffstein am Oktogon des Herkules wird im Frühling weiter saniert.

Zurück zum Parkplatz Ochsenallee. Neben den Kanälen für das Oberflächenwasser und den neuen Glasfaserleitungen gibt es hier einen weiteren Schwerpunkt. „Wir bereiten auch die Bauarbeiten für den neuen Gartenbetriebshof vor“, sagt Lena Pralle. Dieses Großprojekt, für das 6,9 Millionen Euro veranschlagt sind, soll in diesem Jahr starten. Da der Bauplatz in einem Landschaftsschutzgebiet und noch dazu im Weltkulturerbe liegt (siehe Grafik), gab es erhöhten Abstimmungsbedarf unter anderem mit der Oberen Naturschutzbehörde. Als Ausgleich soll der frühere Brandt-Stoph-Parkplatz in eine Streuobstwiese umgewandelt werden.

Der Betriebshof soll dazu beitragen, Arbeitsabläufe zu erleichtern. Noch haben die Gärtner der MHK ihre Geräte und den Fuhrpark im historischen Marstall und der Reithalle untergestellt. Für diese Gebäude bieten sich neue Perspektiven. Sie sollen saniert und für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. (Thomas Siemon)

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