Neue Blitzer in Kassel: Am Jungfernkopf wird nun gemessen

Kassel. An fünf Stellen im Stadtgebiet stellt das Kasseler Ordnungsamt bis Ende Mai feste Blitzanlagen auf, um Temposünder an Gefahrenpunkten zum Langsamfahren zu zwingen.

An der Wegmannstraße im Stadtteil Jungfernkopf wurden am Freitag die ersten Geräte in Betrieb genommen – pro Fahrtrichtung eine graugrüne Säule mit eingebauter Kamera. In der kommenden Woche soll so eine Anlage auch am Ziegenberg in Harleshausen aufgestellt werden. Weitere Blitzer folgen an der Ludwig-Mond-Straße, am Steinweg in Höhe Ottoneum sowie an der Ehlener Straße unweit des Herkules. Bürgermeister Jürgen Kaiser will mit der neuen Überwachungsform die Unfallzahlen senken.

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Im sozialen Netzwerk gibt es eine Gruppe zu den Tempomessgeräten in Kassel.

In den vergangenen Jahren wurde in Kassel nur mit mobiler Radartechnik gemessen. Das Aufstellen der ersten festen Blitzer hatte Kaiser ursprünglich schon für Ende Februar angekündigt. Zur Begründung, dass es nun zwei Monate länger gedauert hat, teilte die Stadt mit, die Terminkoordination zwischen den beteiligten Firmen und Dienststellen sei schwierig gewesen.

Hochauflösendes Bild

Die Blitzgeräte werden von einer Firma gemietet und gewartet. Dafür erhält das Unternehmen nach Angaben der Stadt einen Anteil von fünf Euro pro gemessenem Tempoverstoß. Eine darüber hinausgehende Mietpauschale sei nicht vereinbart. Ein Vertreter des Ordnungsamts betonte, dass der private Partner keine Tempomessungen auf eigene Faust vornehmen könne. Bei allen Eingriffen seien Verantwortliche der Stadt dabei, allein sie hätten Zugriff auf die Fotos und Daten der Temposünder.

Mittelfristig will die Stadt feste Blitzgeräte an insgesamt zehn Standorten installieren. Fünf davon seien noch unklar, es gebe zahlreiche Anfragen aus Ortsbeiräten und von privater Seite. „Das Vorhaben wird ganz überwiegend als sinnvoller Beitrag zur Verkehrssicherheit angesehen“, sagte Magistratssprecherin Petra Bohnenkamp. (asz)

Rubriklistenbild: © Schwarz

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