Stadt will für 5,55 Millionen Euro Ersatz für Damaschke-Fuldaüberquerung bauen

Neue Brücke in den Osten

Die alte Damaschkebrücke steht seit 1962: Die Stadt will für 5,55 Millionen Euro eine neue Brücke über die Fulda bauen, die mit 60 Tonnen belastbar und damit auch für schwere Lastwagen oder die Regiotram befahrbar sein soll. Foto: Koch

Südstadt / Waldau. Die Damaschkebrücke über die Fulda soll erneuert werden. Die neue Brücke soll breiter und bis 60 Tonnen belastbar sein und wird nach bisheriger Schätzung 5,55 Millionen Euro kosten. Baustart könnte 2012 sein.

Die 1962 gebaute Damaschkebrücke ist heute zu einer wichtigen Verbindung zwischen den westlichen Stadtteilen und dem Freizeitgelände Fuldaaue, dem Messegelände, dem Industriepark sowie den Stadtteilen Waldau und Forstfeld geworden. Als die Brücke gebaut wurde, gab es weder Buga-Gelände noch Industriepark oder Messegelände.

Das fast 50 Jahre alte Brückenbauwerk weist vermehrt Schäden auf. Das hat auch damit zu tun, dass die Brücke nur mit zwölf Tonnen belastbar ist. Schwere Lastwagen dürfen nicht darüberfahren. Für die Omnibusse der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG), die im Linienverkehr über die Brücke rollen, gibt es eine Ausnahmegenehmigung, weil alternative Linienführungen für den Busverkehr nicht möglich sind. Mit dieser stetigen Überlastung wird die Brücke seit Jahren durch eine zu hohe Beanspruchung beeinträchtigt.

Der 136 Meter lange Überweg über die Fulda ist für heutige Anforderungen viel zu schmal. Die Fahrbahn ist insgesamt nur sechs Meter breit, die Gehwege an beiden Seiten messen jeweils nur 1,50 Meter. An Wochenenden und Ferien- sowie Messetagen kommt es auf den schmalen Gehsteigen oft zu Konflikten zwischen Radlern und Fußgängern, weil viele Radfahrer die enge Autofahrbahn scheuen und auf die Fußwege ausweichen.

Im Rathaus wird damit gerechnet, dass die Verkehrsbelastung der Damschkebrücke noch weiter zunimmt, wenn das geplante Kombi-Bad am Auedamm gebaut wird. Der Ersatzneubau soll zudem im Notfall als weitere Fuldaquerung für schwere Lastwagen dienen, wenn die neue Hafenbrücke oder die Fuldabrücke am Altmarkt mal geschlossen werden müssen. Über die Hafenbrücke rollen täglich 2000 schwere Lkw, auf der Fuldabrücke sind es 900. Beim Ausfall einer der beiden Brücken würde die zweite Brücke überlastet. Deshalb soll die neue Damaschkebrücke auch für den Schwerverkehr nutzbar sein. Zudem soll damit die Option geschaffen werden, künftig auch mit Straßenbahn oder Regiotram vom Auestadion über die Damaschkebrücke bis zur Messe und zum Buga-gelände fahren zu können.

Hoffen auf Geld vom Land

Der Ersatzbau soll dem Beispiel der Hafenbrücke folgend neben der vorhandenen Brücke entstehen, die erst abgebrochen wird, wenn der Ersatzneubau fertig ist. Die Stadt hofft auf eine Förderung des Landes Hessen in Höhe von bis zu 4,4 Millionen Euro der Baukosten. Der Neubau würde etwa eineinhalb Jahre dauern, die neue Damaschkebrücke könnte dann 2014 in Betrieb gehen.

Von Jörg Steinbach

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