Wohn- und Geschäftshaus Obere Königsstraße/Ecke Friedrichsstraße wird saniert

Neue Fassade als Krönung

Modernes Gesicht: So könnte die Fassade des Wohn- und Geschäftshauses an der Oberen Königsstraße nach der Sanierung aussehen. Illustration: Droste Architekten/nh

kassel. Holzelemente, viel Glas und heller Putz: Nach der Sanierung wird sich das in die Jahre gekommene Wohn- und Geschäftshaus an der Oberen Königsstraße 1/Ecke Friedrichsstraße als zeitgemäße Adresse präsentieren. Doch zunächst wird das Haus im Innern modernisiert. 2014 soll die Fassade erneuert werden.

Hausherr Dirk Ruge, Eigentümer und Geschäftsführer der Heinrich Riffer GmbH & Co. KG, will 300 000 bis 400 000 Euro in den 1950er-Jahre-Bau am Brüder-Grimm-Platz investieren. Er hat das ehemalige Bubis-Gebäude vor anderthalb Jahren erworben.

Das Konzept für Umbau und Sanierung hat der Kasseler Architekt Lukas Droste erarbeitet, der unter anderem für die Modernisierung des Hotels Gude an der Frankfurter Straße verantwortlich ist. Er schlägt eine klare Fassadengliederung vor und statt der Balkone Wintergärten, die dank der Verglasung den Straßenlärm dämpfen. Bewegliche Holzelemente sollen Schutz vor allzu viel Sonne bieten. Sie geben Fassade, die wärmegedämmt werden soll, zudem einen zeitgemäßen Anstrich, schützen vor Licht und Lärm. Auf dem Dach könnte im Zuge der Sanierung auch eine Fotovoltaik-Anlage integriert werden.

Erster Entwurf

„Es ist ein früher Entwurf“, sagt der Architekt über die Pläne. „Aber das ist die vorgegebene Richtung.“ Das Gebäude stelle ein Tor zur Fußgängerzone dar und sollte als solches aufgewertet werden.

Neben 15 Wohnungen beherbergt das Eckhaus drei große Büros im ersten und einen Friseursalon im fünften Obergeschoss. Der Friseursalon Jeltsch, seit dem Bau des Hauses 1956 dort angesiedelt, wird inzwischen in der zweiten Generation betrieben. Der Salon soll auch künftig im Penthouse unter dem Dach bleiben.

Mieter im Erdgeschoss sind ein Asia-Laden und eine Fahrschule, eine weitere Ladenfläche wird in den nächsten Wochen erneut von der „Galerie auf Zeit“ genutzt, einer temporären Plattform für Künstler, Kunsthandwerker und Designer, die in der Vorweihnachtszeit ihre Arbeiten anbieten.

Der 250 Quadratmeter große Laden mit Schaufensterfront an der Friedrichsstraße, lange Zeit vom Grimm-Museum für Ausstellungszwecke genutzt, steht seit einiger Zeit leer und soll ab Januar vermarktet werden.

Von Ellen Schwaab

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