KVG bekam letzte von 22 Straßenbahnen geliefert

KVG bekam letzte von 22 Straßenbahnen geliefert

Kassel. Die Kasseler Verkehrsgesellschaft, kurz KVG, hat für 55 Millionen Euro neue Niederflurtrams gekauft. Gestern wurde die letzte der 22 Bahnen geliefert und in das Kasseler Schienensystem eingesetzt. Eingleisen nennen das die Experten.

Aktualisiert am 20.7.2013 um 7 Uhr

Ein Schwertransporter brachte die 43 Tonnen schwere Bahn vom Bombardier-Werk in Bautzen (Sachsen) zum Betriebshof der KVG an der Wilhelmshöher Allee. An einer Seilwinde hängend, glitt die Tram Stück für Stück über eine Rampe in das Gleis. Bevor mit ihr die ersten Gäste fahren können, wird es noch eine Weile dauern.

Wagen 672, wie die Bahn bei der KVG nun heißt, muss erst noch auf den Prüfstand. Knöpfe, Schalter, Bremsen – alles wird vor der ersten Dienstfahrt kontrolliert. Zudem fehlen noch einige Betriebsmittel. So müssen die Sandbehälter noch aufgefüllt werden. Der Sand kann bei Bedarf vor die Räder rieseln und verstärkt die Wirkung der Bremse

Archiv-Video der neuen Trams

Nur sechs der bislang 22 Hochflurbahnen aus den 80er-Jahren will die KVG behalten. Der Rest soll verkauft werden. Im Gegensatz zu den alten haben die neuen Bahnen keine Treppen. Das bringt laut KVG nicht nur Vorteile für gehbehinderte Menschen oder Mütter mit Kinderwagen. Generell würden dadurch die Ein- und Ausstiegszeiten kürzer, das erlaube einen dichteren Fahrtakt. Weitere Vorteile der neuen Straßenbahnflotte: Klimaanlage, ruhigere Fahrweise und pro Bahn Platz für 40 Fahrgäste mehr.

Von Juri Auel

Rubriklistenbild: © Auel

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