Grundstein für Internationale Schule gelegt: Zweisprachiger Unterricht ab Sommer 2014

Neue Grundschule wächst

Nach den Sommerferien 2014 wird hier gelernt: Oberbürgermeister Bertram Hilgen (von links), Wintershall-Chef Dr. Rainer Seele, Ann-Christin Werner vom Schulträger SIS und der künftige Schulleiter Sebastian Koch legten den Grundstein für das Gebäude der Internationalen Schule auf der Marbachshöhe. Die Kita-Kinder Ben Hollstein, Anastasia Rath (Mitte) und Greta-Theresia Huber haben schon ein genaues Bild davon, wie die neue Grundschule aussehen soll. Foto: Schachtschneider

Kassel. Das Schulgebäude beginnt gerade erst, in die Höhe zu wachsen, aber genug Bilder für die Internationale Grundschule in Kassel sind schon da: Gestern zur Grundsteinlegung für die neue Privatschule auf der Marbachshöhe brachten die Kinder der benachbarten Betriebskitas von Wintershall und K + S viele selbst gemalte Kunstwerke mit.

Einige von ihnen werden vielleicht selbst bald die neue zweisprachige Grundschule besuchen. Nach den Sommerferien 2014 soll das dreistöckige Gebäude, das in den nächsten Monaten an der Johanna-Waechter-Straße entstehen wird, schon von Schülern und Lehrern mit Leben gefüllt werden. Zu dessen Baukosten gab es trotz Anfrage keine Angaben. Betreiber der privaten Ganztagsschule ist die Swiss International School (SIS).

175 haben Interesse

Es gebe bereits 175 Interessenten und 46 unverbindliche Voranmeldungen für die Schule, berichtete Ann-Christin Werner, stellvertretende Leiterin der SIS in Deutschland. Zum Schuljahr 2014 / 15 soll es mit den Klassenstufen 1 und 2 sowie einer Eingangsklasse für Kinder ab fünf Jahren losgehen. Schulleiter wird der aus Kassel stammende und auf bilingualen Unterricht spezialisierte Pädagoge Sebastian Koch.

Die treibende Kraft für die Gründung einer Internationalen Schule in Kassel war das Unternehmen Wintershall. Der weltweit operierende Erdöl- und Erdgasförderer verspricht sich durch das Angebot Vorteile beim Anwerben von hoch qualifizierten Mitarbeitern aus dem Ausland. „Wir wollen Kassel ein bisschen internationaler machen“, sagte der sichtlich erfreute Vorstandschef Dr. Rainer Seele bei der Grundsteinlegung.

Die Schule richtet sich nicht nur an Kinder von Wintershall-Mitarbeitern, sondern an alle Familien, die ihre Kinder von Anfang an zweisprachig ausbilden wollen. Der Unterricht in SIS-Schulen findet zu gleichen Teilen in Deutsch und Englisch statt. Eine Internationale Schule habe in Kassels vielfältiger Schullandschaft noch gefehlt, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Es werde sicher auch Eltern geben, die nicht in der Welt unterwegs, sondern fest in Nordhessen verwurzelt sind, und aufgrund des Schulprofils ihr Kind herschickten.

Die Höhe des Schulgelds für die Swiss International School ist abhängig vom Einkommen der Eltern und beginnt bei 100 Euro pro Monat. Für ein Schulkind aus einer Familie mit einem Gesamtbruttoeinkommen von 70 000 bis 80 000 Euro wird der Beitrag voraussichtlich bei 600 Euro liegen.

Die Firma Wintershall wird zum Start der Internationalen Schule zehn Stipendien für die Dauer von vier Jahren an Kinder aus einkommensschwachen Familien vergeben.

Von Katja Rudolph

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