Bauarbeiten für Auebadvorplatz beginnen nach der documenta – An Kosten werden Anlieger beteiligt

Neue Haltestellen für Badbesucher

Auf dem Luftbild gut zu erkennen: Im großen 50-Meter-Sportbecken ist bereits Wasser eingelassen. Damit soll getestet werden, ob der Beckenkörper dicht ist. Foto: Prall

Kassel. In großen Schritten gehen die Bauarbeiten für das neue Kombibad am Auedamm voran. Zurzeit werden die fertiggestellten Beckenkörper einer Dichtheitsprobe unterzogen, erklärt der verantwortliche Architekt vor Ort, Karsten Luttrup-Bauer. 14 Tage lang werden die einzelnen Becken nacheinander mit Wasser gefüllt sein, um unter Beweis zu stellen, dass sie wasserdicht sind.

Parallel dazu laufen die Planungen für die notwendige Infrastruktur. „Das Wesentliche sind die Erschließung des Bads und eine gute Busanbindung“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda. Er bringt es auf einen knappen Nenner: ohne Vorplatz kein Schwimmbad.

Barrierefrei

An den Kosten der anstehenden Grundsanierung, zu der die Ausgestaltung der gesamten Gehwege entlang des Auedamms gehört, müssen sich die Anlieger beteiligen. Zahlungsverpflichtet seien die Eigentümer der anliegenden Immobilien, in erster Linie das Land Hessen und die städtischen Werke, aber auch Gastronomen und Vereine. Auf sie kommen jeweils Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich zu, sagte Nolda. Der Bad-Vorplatz ist die erste Maßnahme.

Am Dienstagabend wurden die Vorplatz-Pläne vor den Mitgliedern des Ortsbeirats Südstadt erläutert. Die Stadtteilvertreter nahmen sie zur Kenntnis - nicht ohne noch einmal daran zu erinnern, dass sie sich wünschen, der Auedamm möge zur Fahrradstraße umgewidmet werden.

Im Zentrum der Vorflächengestaltung stehen der barrierefreie Zugang zum Auebad sowie die ebenfalls barrierefreien Bus-Haltestellenbereiche. Neu gestaltet wird jetzt der 300 Meter lange Abschnitt vor den Eingängen des Kombibads zwischen Schwimmbadbrücke und WVC-Vereinshaus. Die zwei am Auedamm gegenüberliegenden Linienbus-Haltestellen werden mit Pavillons ausgestattet. Auf der rechten Seite stadteinwärts wird es eine weitere Haltestelle geben, wo Niederflurfahrzeuge, vor allem Reisebusse, die Möglichkeit zum Anhalten haben. Nach Auskunft von Bruno Jerlitschka vom Planungsbüro KVC wird es ein Blindenleitsystem von den Haltestellen bis zum Schwimmbad geben.

Die Breite der KVG-Haltestelle auf der Badseite wird vier, auf der Parkseite 4,50 Meter betragen. Vor dem Schwimmbad verläuft ein 6,06 Meter breiter Gehweg, der auch von Radfahrern befahren werden kann. An zwei Stellen wird es insgesamt 250 Abstellplätze für Fahrräder geben: am Haupteingang an der Nordseite des Bads und an der Südseite, wo sich der Schülereingang befindet. Mit den Arbeiten für den Vorplatz soll nach der documenta 13 begonnen werden. Der Abschluss ist für Ende 2012 vorgesehen. Das Bad wird für 30 Millionen Euro nach Plänen des Münchner Architekturbüros Löweneck + Schöffer gebaut. Es soll im Frühjahr 2013 geöffnet werden.

Von Christina Hein

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.